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04.12.2006

LG Philips rudert zurück

Der Preisdruck bei LCD-Monitoren hat ein neues Opfer gefunden: Panel-Hersteller LG Philips nimmt Abstand vom Bau des geplanten Werks der achten Generation. Das Geld geht nun in eine 5,5G-Anlage.

Von Klaus Hauptfleisch

Der LCD-Panel-Hersteller LG Philips hat Pläne für den Bau eines Panel-Werks der achten Generation gestoppt, berichtet die britische "Financial Times" und beruft sich dabei auf Lee Bang-soo, Vice President des koreanisch-niederländischen Unternehmens.

Grund für die Einstellung der Pläne sei die schlechte wirtschaftliche Performance der Produktionsstätte in Paju nahe Seoul. 8G-Werke sind für Glassubstratflächen von 5,3- oder 5,5-qm-LCD-Fernsehern im 50-Zoll-Segment ausgelegt. Sharp hat schon ein solches Werk, Samsung und Sony wollen Mitte 2007 mit der Produktion starten. Manche Analysten sagen aber, dass sich Panel-Werke jenseits der siebenten Generation wegen der hohen Kosten kaum lohnen.

LG Philips verfügt bereits über ein 5,7 Milliarden Dollar teures 7,5G-Panel-Werk mit einem monatlichen Ausstoß von 52.000 Glassubstraten für 42 und 47 Zoll große TV-Panels. Jede Substratfläche hat eine Größe von etwas mehr als 4,3 qm. Die 7G-Werke von Samsung und Sony sind mit 4,1 qm großen Substratflächen eher für 40-Zöller optimiert. Da beide Fraktionen ihre Größen am Markt durchdrücken wollen, sind die Preise für LCD-Fernseher mit 40- und 42-Zoll-Bilddiagonale seit Anfang 2006 mächtig gesunken.

LG Philips will nun das für die geplante Investition bereitstehende Kapital in den Bau einer 5,5G-Anlage stecken. Die bereits bestehende 5G-Produktion soll ständig ausgelastet sein. In der wesentlich günstiger zu bauenden 5,5G-Anlage will LG Philips vor allem Panels für Monitore und Notebooks sowie kleinere Fernseher produzieren und verspricht sich davon höhere Margen als mit dem nun auf Eis gelegten 8G-Werk.