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22.08.1986

Liberalisierung ohne Zerschlagung des Postmonopols:PKI kozetriert sich auf Breitband-ISDN

NÜRNBERG (CW) - Mit der Forderung, international anerkannte Standards wie OSI im Telekommunikations- und Softwarebereich festzulegen sowie einen europäischen Binnenmarkt zu schaffen, eröffnete PKI-Vorstandsvorsitzender Markus Rauh jetzt zwei firmeninterne Videokonferenzstudios in Nürnberg und Hamburg.

Bei einem augenblicklichen Volumen des Inlandsmarkts für Informations- und Kommunikationstechnik um 25 Milliarden Mark rechnet der PKI-Chef für 1986 und die folgenden Jahre mit durchschnittlichen Wachstumsraten von neun Prozent. In der Unternehmensstrategie von Philips bildet die Breitbandtechnik einen besonderen Schwerpunkt, betonte Rauh.

Eine gestiegene Nachfrage nach höherer Übertragungsgeschwindigkeit und größerer Kapazität erfordert weiterentwickelte Kommunikationstechniken, argumentierte auch Klaus Jobmann, Leiter für Marketing und technische Planung. Allerdings werden für den stufenweisen Aufbau einer universellen Netzinfrastruktur in Glasfasertechnik (IFBN) Investitionen benötigt, die um das Drei- bis Fünffache über den in bereits bestehende Netze geflossenen 100 Milliarden Mark liegen.

Neben technologischem Fortschritt und marktwirtschaftlich orientierten Gesetzen gilt es Rauh zufolge ferner, die Liberalisierung des Fernmeldewesens voranzutreiben, ohne indes das Postmonopol zu zerschlagen. Während PKI-Vorstandsvorsitzende auf internationaler Ebene die Wettbewerbsfähigkeit durch Kooperation gewährleistet sieht, verfolgt die Informations- und Kommunikationsindustrie in Europa insgesamt das Interesse, als Gegengewicht zum US- und fernöstlichen Markt einen europäischen Binnenmarkt zu etablieren. Hochrechnungen der EG-Kommission beziffern das Investitionsvolumen auf dem Kommunikationssektor mit 450 Milliarden Mark, bezogen auf die nächsten zehn Jahre. Damit würde diese Branche allein bis 1990 zum stärksten Wirtschaftszweig avancieren.