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09.08.1996 - 

Börsenspot

Licht und Schatten bei Philips

Von Arnd Wolpers*

Erstmals seit 1992 veröffentlichte Philips für das zweite Quartal 1996 wieder einen Verlust. Zu dem Minus von 456 Millionen holländischen Gulden trug das operative Geschäft mit 304 Millionen Gulden bei. Nachdem der Elektronikkonzern mit dem 1992 begonnenen "Centurion"-Programm seine Kostenprobleme in den Griff bekommen hatte, konnte man bisher davon ausgehen, daß der zweite Teil der Restrukturierung, die Wiederbelebung der "Philips-Stärken", jetzt greifen würde.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob der jüngste Verlust lediglich ein einmaliger Ausrutscher ist oder ob die positiven Auswirkungen des "Centurion"-Programmes überschätzt wurden. Fest steht, daß Philips mit der Rückkehr zu den Kernkompetenzen den Turnaround schaffen wollte. Durch die Probleme bei Grundig und PKI erlitt dieses Vorhaben allerdings schon 1995 einen Rückschlag. Jetzt entstehen durch den anhaltenden Margendruck weitere Restrukturierungskosten im Bereich "Ton und Bild".

Immerhin sollen hier in Deutschland und den Niederlanden weitere 8000 Stellen abgebaut, dafür 2000 neue Arbeitsplätze in Niedriglohnländern geschaffen werden. Das Unternehmen geht davon aus, daß dieser zusätzliche Aufwand innerhalb der kommenden zwei Jahre zurückverdient werden kann. Offen bleibt, ob die Rezession in der Unterhaltungselektronik nicht weitere Kostenanpassungen notwendig macht. Gleichzeitig stehen diesen Problemen die hochprofitable Licht- und Halbleitersparte, Polygram, die Medizintechnik sowie die Hausgeräte gegenüber. Philips bleibt deshalb mittelfristig eine interessante Anlage.

*Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüberhinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.