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30.04.1982 - 

Libsy soll Herstellerabhängigkeit vermindern:

Lichtbussystem koppelt Mikros ans Netz

STUTTGART (pi) - Mit ihrem Lichtbussystem Libsy will die Stuttgarter Informatik GmbH das Problem der Kopplung verschiedener Geräte unterschiedlicher Rechnerhersteller lösen. Libsy verbindet maximal 255 Stationen über eine intelligente Schnittstelle (Likom) an einen Ringbus.

Innerhalb eines Ringes lassen sich laut Anbieter bis zu 255 Stationen miteinander koppeln. Die Verbindungslänge zwischen zwei Stationen betrage höchstens 2500 Meter. Die Daten würden abhängig von der Systemausbaustufe mit Geschwindigkeiten zwischen 64 KBit und 1 MBit pro Sekunde übertragen.

Likom übernimmt die Kopplung eines Rechnersystems an den Ringbus. Diese Baugruppe ist eine eigenständige Einheit mit den Aufgaben: Kopplung an den Lichtbus, Steuerung des Datenverkehrs sowie Kopplung an das Rechnersystem.

Der Datenverkehr wird nach Herstellerangaben von dem Mikrorechner des Koppelmoduls autonom so gesteuert, daß das angeschlossene Rechnersystem von allen Operationen einer Datenverkehrskontrolle befreit ist und nur der eigentlichen Datenverarbeitung dient.

Der Mikrorechner im Likom überwacht alle Einzelfunktionen des Koppelmoduls. Durch zyklische Selbsttests wird nach Ansicht von Informatik eine außerordentlich hohe Zuverlässigkeit des Gesamtsystems erreicht.

LAN mit Lipsy

Die Rechnersysteme innerhalb von Libsy steuern die technischen Prozesse und übernehmen die Auswertung der Prozeßdaten. Die Darstellung des Prozesses, die Ausgabe und Archivierung der Meßwerte erfolge auf den üblichen Standard-Peripheriegeräten der EDV. Jedem Teilnehmer stehen, so die Stuttgarter, alle im Gesamtsystem verteilten Betriebsmittel scheinbar vollständig zur Verfügung.

Das grundlegende Konzept der Ringbusverbindung wurde so realisiert, daß mit dem System Libsy der Aufbau von lokalen Rechnernetzwerken möglich sei. In diese Netzwerke könnten, unabhängig vom Computerhersteller, verschiedene Computersysteme und auch Peripheriegeräte integriert werden.

Libsy könne in unterschiedlichen Ausbaustufen eingesetzt werden: Es lassen sich Rechnersysteme verschiedener Hersteller entweder direkt an den Likom oder auch über Standardschnittstellen des Echtzeit-Betriebssystems anschließen.

Der Ringbus kann zu einem Doppelring erweitert werden. Diese Erweiterung ermöglicht eine Änderung des Gesamtsystems - durch eine Variation der Stationsanzahl - ohne Betriebsunterbrechung.

Der Aufbau größerer Konfigurationen ist durch die Koppelung mehrerer Lichtbusringsysteme möglich. Dabei können alle Teilnehmer aller Ringe miteinander korrespodieren.

Informationen: Informatik GmbH, Sonnenbergstaße 13, 7000 Stuttgart 1, Tel.: 07 11/24 79 77.