Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

24.07.1981 - 

Urwick Dynamics-Befragung von 500 Anwendern ergab:

Lichtstreifen über der britischen DV-Industrie

LONDON (gr) - Während die bundesdeutsche Datenverarbeitungs-Industrie über einen zögernden Bestelleingang klagt, scheint der DV-Sektor in Großbritannien die Talsole überwunden zu haben. Nach der letzten Vierteljahres-Befragung von 500 Unternehmen, die die Urwick Dynamics Ltd., London, im Juni durchführte, erwägen 80 Prozent der britischen Großunternehmen, ihre Hardware-Ausgaben.

Nachdem die Erwartungen über die künftige Entwicklung der DV-Ausgaben für Hardware, Software und Personal ein Jahr lang von Budgetkürzungen gezeichnet waren, weist die Tendenz dieser jüngsten Befragung deutlich nach oben. Kapitalintensive DV-Investitionen planen der britischen Untersuchung zufolge Anwender aus den Bereichen Ingenieurwesen, öffentliche Verwaltung und der Einzelhandel. Der Erziehungssektor, die Forschung, die verarbeitende Industrie allgemein und das "automatisierte Büro" verlangen nach dem Einsatz von mehr Personal, als verfügbar ist. Die Nachfrage nach Programmierern und Systemanalytikern, die in den vergangenen 15 Monaten sehr zu wünschen übrig ließ, soll im Laufe dieses Jahres noch wesentlich zunehmen. Die Ausgaben für Standard Software dürften ihr Vorjahres-Niveau wieder erreichen.

Der Optimismus, den die DV-Anwender nach der Urwick-Befragung verbreiten, fällt zeitlich zusammen mit offiziellen Statistiken, die nahelegen, daß Großbritannien die Talsole der Rezession durchschritten hat. Die DV-Manager erwarten, daß die Unternehmensleitung ihnen zur Steigerung der Produktivität höhere Budgets bewilligt.

Die termingerechte Fertigstellung von Projekten im vorgegebenen Finanzspielraum stellt die größte Belastung der befragten DV-Manager dar. Im Juni 1981 sorgten sich 53 Prozent der DV-Leiter vor allem um diese Anwendungsprogramme. Die Pflege der vorhandenen Programme dagegen belastete nur 17 Prozent der Befragten. Während im Dezember letzten Jahres die Bereitschaft, in dezentrale Datenverarbeitung zu investieren, auf 43 Prozent der Anwender gefallen war, zeigten sich im Juni wieder 51 Prozent der Anwender an diesem Konzept interessiert. An der Spitze der Investitionswilligen stehen die Büroautomation sowie die zentrale und kommunale Regierungen.

Die Ausgaben für Hardware haben den Stand vom Dezember 1980 wieder erreicht. Unternehmen mit mehr als 50 000 Beschäftigten stehen dabei an der Spitze. Mit 55 Prozent der befragten Anwender beabsichtigt mehr als die Hälfte innerhalb der kommenden zwölf Monate mehr Geld für Hardware auszugeben.

Investitionen in die Software fließen vor allem in betriebssystemnahe Software. Ziel ist, den Nutzungsgrad der Anlage zu erhöhen. Anwenderprogramme erhalten im kommenden Jahr einen geringeren Stellenwert. 67 Prozent der Befragten vermuten eine Budgeterhöhung, nur drei Prozent glauben, daß die Ausgaben sinken werden.

"Je stärker die Rezession uns trifft, desto lebhafter gestaltet sich die Nachfrage nach DV-Personal", äußerte ein Anwender. 29 Prozent der Befragten erwarten eine Vergrößerung des DV-Personalbestandes, nur sieben Prozent Rechnen Personaldecke.

Informationen: Urwick Dynamics Ltd., 9 Monmouth Road, London W2 4UT, Tel.: 01-2 29 72 46.