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11.05.1990

Liebe macht blind

Es ist schon ein komisch Ding mit der Zuneigung, wenn Marc Butlein feststellt: "Der Anwender will den Erfolg von Big Blue."

Wenn ein bekannter, mit der Nudel schlechthin synonym gesetzter baden-württembergischer Teigwarenhersteller gewisser gerichtsmassig als unzutreffend beschiedener Produktionsmängel bezichtigt wird, kann das zu heftigen Unternehmensturbulenzen führen.

Daß der RO 80 nicht nur Objekt des schnöden Alltagsgebrauchs, sondern auch der Zuneigung zumindest bei Automobilisten war, half NSU trotzdem nichts. Das wankelmotorgetriebene Auto konnte technologisch als Fortschritt bezeichnet werden, den jetzt Mazda vorantreibt.

Bei der IBM ist alles anders: Deren technologische Unzulänglichkeiten lassen den Anwender kalt. Egal, ob fast ein Drittel einer Lieferung von PS/2-Modellen als Ausfall verzeichnet werden mußte. Ob Big Blue selbst bestätigen muß, daß SCSI-Interfaces bei ihren Mikrokanal-PCs nicht korrekt arbeiten oder RZ- Leiter regelmäßig abwinken, kommt die Sprache auf neue Speicherplatten-Peripherien - die IBM hat Narrenfreiheit. Die 3380 und die 3390 kamen mit monatelanger Verspätung wegen technischer Unzulänglichkeiten. Beim Mikrokanal-Konzept deuten die sich verdichtenden Informationen darauf hin, daß die hohen Investitionen für alte PS/2-Maschinen nicht unbedingt zukünftige Entwicklungen abdekken und nutzen können werden. Die IBM bleibt nach Butlein trotzdem der beliebteste Anbieter. Und wird ihre Marktposition bis 1995 weiter festigen. Muß denn Liebe logisch sein ? jm