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21.02.1975 - 

Empfehlung an Kommunen:

Lieber kaufen als selber machen

KÖLN - "Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ist zuerst zu prüfen, ob entsprechende Verfahren nicht schon bei anderen kommunalen Datenzentralen, bei Herstellern von DV-Systemen oder Software-Firmen vorhanden sind, die übernommen werden können. Nur wenn das nicht der Fall ist, sollten neue Verfahren entwickelt werden". Zu diesem Schluß kommt die kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung (KGST) in Köln in ihrem jetzt veröffentlichten Gutachten über die Organisation kommunaler Datenverarbeitungszentralen.

Das vor allem bei den kommunalen Rechenzentren seit langem erwartete Gutachten soll Grundlage für eine - wenn nicht einheitliche, so doch zumindest vergleichbare - Organisationsstruktur werden. Das ist umso wichtiger, als die Kombination von Bundesmeldegesetz und Personenkennzeichen einen faktischen Anschluß- und Benutzungszwang für die Gemeinden ergeben wird. Außerdem ist man bemüht, unrentable Mehrfachlösungen für dasselbe Problem künftig zu vermeiden.

Vier Abteilungen vorgeschlagen

Für kommunale DV-Zentralen wird eine Gliederung in vier Abteilungen (weitere Untergliederung in Klammern) vorgeschlagen: 1. Allgemeine Verwaltung (Zentralverwaltung, Finanzverwaltung, Kontrolle), 2. Planung und Verfahrensentwicklung (Planung, Verfahrensentwicklung, Datenbank- und Datenfernverarbeitungsorganisation, Systemprogrammierung), 3. Anwenderbetreuung, 4. Technischer Betrieb (Datenein- und -ausgang, Arbeitsvor- und -nachbearbeitung, Datenerfassung, maschinelle Verarbeitung, Archivverwaltung). Vor allem im Bereich Planung und Verfahrensentwicklung rechnet die KGST in den nächsten Jahren mit einem erheblichen Aufgabenzuwachs.

Multiprogramming macht Kopfzerbrechen

Bei den kommunalen DV-Zentralen ist typisch, daß die einzelnen DV-Anwendungen, wie zum Beispiel Besoldungsabrechnung, nicht nur für verschiedene Anwender durchgeführt sondern auch differenziert abgerechnet werden müssen. Die KGST schlägt in ihrem Gutachten vor, entweder jedem Anwender die anteilige Inanspruchnahme der einzelnen Kostenstellen aufgrund von Kostenträgersätzen in Rechnung zu stellen oder Gesamtkostenblöcke pro Anwendungsverfahren zu bilden und in einem weiteren Schritt die durchschnittlichen Fallkosten nach geeigneten Schlüsseln auf die Anwender umzulegen. Dabei wird das zweite Verfahren als einfacher, aber ausreichend angesehen. Die Schwierigkeiten, die sich aus Multiprogramming und Fernverarbeitung ergeben, wurden ausgeklammert - hierzu will man gesonderte Kostenrechnungsuntersuchungen anstellen. Ausgegangen wird vorerst vom konventionellen Betriebsabrechnungsbogen.