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18.01.2013 - Computacenter-Chef Oliver Tuszik

"Lieber kooperieren als akquirieren"

2012 wuchs Computacenter langsamer als im Rekordjahr 2011. Computacenter-CEO Oliver Tuszik erläutert die Gründe dafür und die künftige Wachstumsstrategie.
Oliver Tuszik, Vorstandsvorsitzender und CEO der Computacenter AG
Oliver Tuszik, Vorstandsvorsitzender und CEO der Computacenter AG
Foto: Computacenter

2012 wuchs Computacenter langsamer als im Rekordjahr 2011, in dem Deutschlands größtes Systemhaus ein Rekord-Umsatzplus von rund 18,5 Prozent vorgelegt hatte (ChannelPartner berichtete). Oliver Tuszik, Vorstandsvorsitzender und CEO der Computacenter AG, erläutert die Gründe dafür und die künftige Wachstumsstrategie.
Kraftakt Managed Services

Bereits im ersten Halbjahr 2012 hatten Investitionen auf den Ertrag gedrückt - allerdings lag zu diesem Zeitpunkt das Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 7,5 Prozent (auf 718,7 Millionen Euro) noch über dem Ganzjahresdurchschnitt.

"Nachdem wir 2011 zahlreiche Serviceverträge mit einem bis dahin nicht gekannten Volumen gewinnen und ein Rekordergebnis erzielen konnten, stand 2012 unter dem Motto der Stabilisierung auf hohem Niveau", kommentiert Oliver Tuszik, Vorstandsvorsitzender und CEO von Computacenter, die Bilanz.

Für die Umsetzung der großen, 2011 abgeschlossenen Managed-Service- und Outsourcing-Verträge musste das Unternehmen im vergangenen Jahr massiv in den Ausbau der Service Desks, unter anderem in Berlin und Barcelona, investieren. "Damit sind wir jetzt für die Erweiterung dieses Geschäfts sehr gut aufgestellt und gehen davon aus, dass sich diese Anstrengungen und Investitionen langfristig für Computacenter auszahlen werden", so Tuszik.

Schon heute geht der Löwenanteil (60 Prozent) des Service-Umsatzes bei Computacenter hierzulande auf das Konto des Cloud- und Managed Service-Geschäfts. Gemessen am Gesamtumsatz sind es rund 25 Prozent. Tuszik erwartet, dass diese Bereich "in Wellen, aber kontinuierlich und langfristig wachsen wird."

Portfolio-übergreifend zugelegt

So sehr die Managed-Services bei Computacenter 2012 auch in den Vordergrund rückten - der Fokus werde weiterhin auf dem kompletten Beratungs- und Produktspektrum liegen, betonte der Vorstandsvorsitzende: "Wir werden das Portfolio entsprechend der Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden ergänzen, die Zusammenarbeit und die Prozesse auch auf europäischer Ebene immer weiter verbessern."

Integrierte Referenz-Architekturen boomen

Als starke Wachstumsmotoren im Produkt-Segment entpuppten sich 2012 vor allem die Bereiche mobile Workplace und Datacenter. Bei der Modernisierung greifen Großunternehmen zunehmend auf Integrated Stacks - validierte Komplettlösungen, die Storage-, Netzwerk-, Security- und Server-Komponenten sowie Virtualisierungs-Plattformen integrieren. Dazu zählen unter anderem die Vblocks der VCE Company, die FlexPods auf Basis von Netapp und Cisco, VSPEX-Modelle von EMC und Cisco, ebenso wie die Pure- und FlexSystems von IBM, Converged-Infrastructure-Architekturen von HP oder Engineered Systems von Oracle. "Die Block-Lösungen sind ein echter Renner", berichtet Tuszik.
Zudem ließen die wachsenden und vielfältiger werdenden Datenmengen, die Anwender speichern und verwalten müssen, auch die Storage-Umsätze bei Computacenter im vergangenen Jahr wieder sprudeln.

Kooperieren statt kaufen

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Größen der Systemhausbranche setzt Computacenter weiterhin eher auf organisches Wachstum. "Wir sind offen für Akquisitionen, aber es ist nicht unsere Strategie, durch Zukäufe zu wachen", stellt Tuszik klar. Ausbauen will das Unternehmen vielmehr die bestehenden Kooperationen mit spezialisierten Beratungshäusern. "Die Lösungen werden immer komplexer, deshalb ist es für alle Beteiligten sinnvoll, ihre Kompetenzen zu bündeln und über die Erweiterung von Partnerschaften nachzudenken", so Tuszik.

Spezialisierte Häuser haben Zukunft

Trotz der anhaltenden, europaweiten Konsolidierung im Systemhausmarkt haben deshalb nach Ansicht des Managers kleine, hochspezialisierte Dienstleister und Beratungshäuser auch künftig sehr gute Chancen: "Es wird immer wieder Sonderanforderungen geben, die die Großen nicht hinbekommen".

(rb)

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