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14.01.2000 - 

Intensive Kooperation mit AMD beschlossen

Lieferengpass bei Intel lässt Gateway rotieren

MÜNCHEN (CW) - PC-Direktanbieter Gateway Inc. hat überraschend vor einem schwachen Geschäftsergebnis im vierten Quartal 1999 gewarnt. Das Unternehmen begründet die Schwierigkeiten mit Lieferproblemen des Prozessorherstellers Intel sowie mit der Jahr-2000-bedingten Investitionszurückhaltung der Kunden.

Nach Angaben des PC-Herstellers aus San Diego war Intel im abgelaufenen Quartal nicht in der Lage, ausreichend Pentium-III-Prozessoren mit einer Taktrate von 450 Megahertz zu liefern. Bis zu 40 Prozent aller verkauften Rechner von Gateway waren zuletzt jedoch Modelle in der Preisklasse von zirka 1300 Dollar, die mit diesem Prozessor bestückt sind. Gateway mußte wegen der Lieferprobleme ein Gutteil des Weihnachtsgeschäfts abschreiben.

Schwierigkeiten gab es auch bei der Versorgung mit 400-Megahertz-Celeron-Chips. Insgesamt ist dem Unternehmen nach eigenen Angaben ein Umsatz von 200 Millionen bis 250 Millionen Dollar entgangen. Weitere Einbußen in Höhe von 100 bis 150 Millionen schreibt Gateway dem Y2K-Problem zu, das potentielle Abnehmer von Anschaffungen abgehalten habe. An der Wallstreet blicken Investoren nun gespannt auf Unternehmen wie Dell und Compaq, die theoretisch ebenfalls betroffen sein müssten.

Gateways Chief Executive Officer (CEO) Jeff Weitzen machte in einer öffentlichen Erklärung kein Hehl aus seiner Unzufriedenheit mit dem Chiplieferanten. Neue Modelle der Consumer-Modellreihe "Select PC" sollen daher künftig mit einem 600-Megahertz-"Athlon"-Prozessor von AMD ausgestattet werden. Außerdem will Gateway Varianten des Athlons in künftigen PC-Serien schneller berücksichtigen. Erst im September 1999 hatte das Unternehmen seine Zusammenarbeit mit AMD aufgekündigt und sich - angelockt durch beträchtliche Preisnachlässe - ganz auf Intel konzentriert.

Die Investment-Bank Merrill Lynch erwartet nun, dass Gateway für das vierte Quartal statt der bisher prognostizierten 2,76 Milliarden Dollar Umsatz nur noch 2,65 Milliarden ausweisen wird. Das würde ein Wachstum von 15 Prozent bedeuten - ursprünglich waren die Banker von 20 Prozent ausgegangen. Das Unternehmen selbst geht nur von Einnahmen in Höhe von 2,45 Milliarden Dollar aus - sechs Prozent mehr als im vierten Quartal 1998. Die Gewinnerwartung liegt mit 37 Cent je Aktie um sieben Cent unter den durchschnittlichen Erwartungen von US-Analysten.