Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

14.08.1987 - 

Neue Modelle und XT-Ausverkaufspreise stimulieren Absatz:

Lieferengpaß relativiert PC-Boom in den USA

DALLAS (CW) - Den besten Juni seit vier Jahren erlebten heuer die amerikanischen PC-Fachhändler. 180 000 Personal Computer gingen in diesem Monat über die Theke - 80 000 davon stammten vom Marktführer. Die stärksten Zuwächse verzeichneten jedoch die Mitbewerber Compaq und Epson.

Daß ausgerechnet im Juni, traditionell einem sehr flauen Monat für den Computerhandel, der Absatz gegenüber dem Vormonat um fast zehn Prozent stieg, führen die amerikanischen Slatistiker auf die bessere Lieferbarkeit einiger neuer Modelle zurück - etwa IBM PS/2, Macintosh SE und 11 sowie Compaq Deskpro 386 und Portable M. Einen wichtigen Beitrag habe aber auch Big Blues Frühjahrsschulßverkauf bei den AT- und XT- ModelleIl geleistet. Gegenüber Juni 1986 stieg durch diese untypisclle Marktsituation die verkaufte Stückzahl um 46 Prozent.

Von IBMs neuer Computerbaureihe PS/2 brachten die Händler im Juni 29 400 Stück an den Mann oder die Frau; dies waren nur 15 Prozent mehr als im Mai, obwohl die Modelle 50 und 60 in dem Zeitraum kaum lieferbar gewesen waren und daher ein sehr hoher prozentualer Zuwachs zu erwarten war. Speziell beim Modell 80, erstmals Ende Juni ausgeliefert, ist in der nächsten Monatsstatistik ein sprunghafter Anstieg anzunehmen, der nur scheinbar eine gesteigerte Nachfrage ausweist.

Derzeit streitet man sich in den USA darüber, ob ein vorgeblicher Lieferengpaß der IBM bei den PS-Modellen in den kommenden Wochen sich nicht bloß als Marketingtrick entpuppen wird, mit dem die Händler zu überhöhter Ordertätigkeit verführt werden sollen. Denn vielerorts gehen die IBM-Vertriebsbeauftragten, wie Händler berichten, bereits mit dem Angebot "40 Prozent Rabatt" bei ihren Großabnehmern hausieren. Dies, so meint man, hätte Big Blue nicht nötig, wenn die Geräte sich wie von selbst verkauften. Kommentiert der Chef eines PC-Geschäfts grimmig: "Beim AT haben uns damals die Kunden die Tür eingerannt. Vom PS/2 kann man das wirklich nicht behaupten ! "