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05.07.2002 - 

Lebensmittel im Internet bestellen

Lieferung bis zur Kühlschranktür

MÜNCHEN - Menschen, die ihre spärliche Freizeit nicht mit Einkaufen vergeuden wollen, kann geholfen werden. In einigen Ballungszentren bieten trotz New-Economy-Sterbens Online-Supermärkte noch ihre Dienste an. Von CW-Mitarbeiterin Bettina Wirth

Man hetzt sich ab, um nach der Arbeit rechtzeitig zum Supermarkt zu kommen, stellt fest, dass der hastig während der Mittagspause zusammengeschriebene Einkaufszettel im Büro liegt, und dann ist es auch noch so heiß, dass sich das eben gekaufte Eis beim Verladen in den Kofferraum ergießt.

Online-Supermärkte schaffen da Abhilfe. Große Auswahl unter den Anbietern besteht seit der Dotcom-Krise nicht mehr, aber die wenigen aktiven Internet-Lebensmittelhändler warten dafür mit gutem Service auf. Bei Netconsum.de (Kölner Raum) oder Kaisers.de (München und Berlin) bestellt der Kunde rund um die Uhr. Die Ware auszusuchen und in den Einkaufswagen zu befördern gelingt am PC ebenso gut wie in der Filiale, nur viel entspannter. Bei Kaisers.de sind fast alle Produkte mit Foto aufgelistet, wer sich also keine Markennamen merken kann, und deshalb bunte Verpackungen als Kaufanreiz braucht, kommt auch in der virtuellen Einkaufswelt auf seine Kosten. Außerdem muss man sich mit niemandem vor dem Kühlregal um den letzten Knusperjoghurt streiten.

Frisches Obst und Gemüse lässt sich gefahrlos bestellen, ebenso Fleisch, Wurst und Käse. Online-Shopper berichten, dass die Qualität mindestens der in den Filialmärkten entspricht. Urteil einer erfahrenen Internet-Einkäuferin: "Das Gemüse war immer top. Nicht so angegrabbelt wie im Live-Markt." Apropos Frische: Da die Waren im gekühlten Lieferwagen anrollen, wird die Kühlkette nicht unterbrochen. Ein entscheidender Vorteil gegenüber dem privaten Transport, den im Sommer keine Tiefkühlpizza ohne Auflösungserscheinungen übersteht.

Hat der Kunde seinen Rundgang durch die virtuelle Warenwelt beendet und sich entschieden, ob er bar, per EC- oder per Kreditkarte (nur bei Netconsum) zahlen möchte, muss er nur noch den Liefertermin vereinbaren. Geliefert wird entweder wenige Stunden nach der Bestellung oder zum nächsten Wunschtermin. Netconsum hält sich an die genau vereinbarten Termine, Kaisers gibt leider nur Zeitfenster vor. Der Kunde entscheidet, ob er morgens von 9 bis 13 Uhr seine Bestellung in Empfang nehmen möchte, mittags von 13 bis 17 oder abends von 18 bis 21 Uhr. An Samstagen liefert Kaisers bis 17 Uhr, Netconsum gar bis 20 Uhr aus.

Steht der Lebensmittelbringdienst schließlich vor der Tür, braucht der Kunde nur noch zuzuschauen, wie der Lieferant den Kasten Bier in den Keller und die Dinge des täglichen Bedarfs direkt vor die Kühlschranktür schleppt. Alles kommt sorgfältig in Tüten verpackt zu Hause an, zerquetscht wird nichts.

Bei Kaisers schlägt die Lieferung mit 5,11 Euro zu Buche. Die Lieferpauschale bei Netconsum in Köln beträgt fünf Euro und entfällt, wenn Waren im Wert von 40 Euro aufwärts bestellt wurden. Dann wird noch schnell das Pfand verrechnet, dem Lieferanten das alte Leergut in die Hand gedrückt, und schon ist man mit seinen Einkäufen wieder allein - ohne Stress und ausgeleierte Arme.