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18.06.2015 - 

Kommentar zu Mobile Security

Liegen lassen ist auch keine Lösung

Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.
Wer kümmert sich um Risiken, die durch Handys und Tablets im Unternehmensalltag entstehen? Offenbar kaum jemand. IT-Dienstleistern scheint das Thema zu komplex zu sein. Die Cyber-Kriminellen freuen sich.

Alle nutzen sie, aber kaum einer will sich wirklich damit befassen: Smartphones, Tablets und mobile Apps gehören heute zur Standardausrüstung der meisten Mitarbeiter. Oft sind die Geschäftsführer die ersten, die mit einem selbst erstandenen Tablet auf die IT-Abteilung zusteuern mit der nachdrücklichen Bitte, doch alles zu tun, damit man mit diesem Gerät auf alle Unternehmensdaten und -applikationen zugreifen kann.

Regina Böckle, Director Content Events bei ChannelPartner: "Mobile Enterprise ist ein Riesenmarkt. Aber das Gros der Partner packt das Thema trotzdem nicht an."
Regina Böckle, Director Content Events bei ChannelPartner: "Mobile Enterprise ist ein Riesenmarkt. Aber das Gros der Partner packt das Thema trotzdem nicht an."

Was User mit ihren mobilen Geräten so alles tun? Welche Apps sie aufspielen? Welche Dienste sie nutzen, und welche unternehmenskritischen Daten darauf landen? Wer kümmert sich um diese Risiken? Offenbar kaum jemand. Das Vertrauen in das bewährte Lebensmotto der Kölner: "Et hätt noch immer jooot jejangen" scheint groß.

Doch auch umgekehrt herrscht eher Stillstand: Die Chancen, die die Mobilisierung von Geschäftsabläufen bieten könnten? "Ach, lass ma' stecken, das is' Killefiz"

Und was ist mit den Beratern der Unternehmen – Systemhäusern, IT-Dienstleistern, ISVs, Service Providern? Ich habe mit Herstellern und IT-Dienstleistern gesprochen, die in diesem Markt sehr aktiv sind. Fazit: Ja, Mobile Enterprise ist ein Riesenmarkt. Aber das Gros der Partner packt das Thema trotzdem nicht an. Es ist zu kompliziert, die Erwartung der Kunden ist riesig, die Umsetzung – vor allem im Hinblick auf organisatorische Fragen beim Kunden – zu komplex. Viele Projekte landen auf Eis.

Also weiter nach dem Motto "Wird schon gut gehen"? Cyber-Kriminelle werden sich freuen und ihr Geschäft machen, so lange Anbieter, Channel und Anwender das Thema links liegen lassen.

(--> Lesen Sie dazu auch den Beitrag "Mobile Security – Unternehmen unterschätzen die Risiken")

 

RBoeckle

@hiernwuehler
Guter Punkt! Wie knackt man hartnäckige Beratungsresistenz? Ich erinnere mich gerade an ein Gespräch mit einem Systemhaus, das einem Fall so vorging: Es gab einen Termin mit dem Management. Zu Beginn fragte der Partner, ob er die Schwachstellen im Firmennetz testen dürfe. Während des Smalltalks zu Beginn des Termins sammelte seine Softwarelösung sämtliche Sicherheitslücken, die er zum Tablet und Smartphone des Managers sammeln konnte. (ich erinnere mich leider nicht mehr an die Lösung. Auf den Namen des Partners komme ich evtl. noch!) Ganz legal, es war kein Hacking, denn Geräte und zum Großteil auch die Daten waren ungesichert.
Nach einiger Zeit unterbrach der Partner das Gespräch und zeigte dem Manager, was er in der Zwischenzeit alles über ihn bzw. sein Unternehmen aus dessen Smartphone und Tablet erfahren hatte. Überzeugungsarbeit, dass eine Lösung hermusste - und ein Konzept für die Nutzung mobiler Dienste im Unternehmen.
Ob es im 2. Schritt über die Absicherung hinaus auch noch ein Projekt aufgesetzt wurde, um zu eruieren, welche Möglichkeiten es gibt, die Prozesse im Unternehmen zu mobilisieren, um dadurch effizienter zu werden, weiß ich nicht.

hirnwuehler

Frau Böckle Sie haben vollkommen recht, aber nageln Sie mal einen Pudding an die Wand.
Solange das Management sich aufgrund seine Position von einem Regelwerk ausschließt und für sich immer Sonderlocken verlangt...
Das Beste Beispiel ist hier die "Farm der Tiere..."

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