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30.11.2001 - 

Wachsende Kluft zwischen USA und Europa

Liikanen: EU braucht mehr IT

MÜNCHEN (CW) - In der Europäischen Union ist der Lebensstandard niedriger als in den USA, weil die zugehörigen Nationen beim Einsatz und Export von Hightech-Produkten noch Nachholbedarf haben. Zu diesem Schluss kommt EU-Kommissar Erkki Liikanen in seinem Bericht über Wettbewerbsfähigkeit und Innovation in Europa.

Der Lebensstandard eines Landes wird üblicherweise im pro Kopf berechneten Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemessen, das dem Bericht zufolge in der EU derzeit nicht einmal zwei Drittel des US-BIPs beträgt. Auch die Produktivität pro Kopf liegt in den Mitgliedsstaaten um ein Viertel unter dem US-Level. Trotz soliden Wachstums in Europa klafft eine so große Kluft zwischen beiden Wirtschaftsregionen wie seit den 60er Jahren nicht mehr.

Schuld daran ist laut Liikanen in erster Linie der technologische Rückstand der EU gegenüber den USA. Vor allem bei den Investitionen für Forschung und Entwicklung hätten die Amerikaner die Nase vorn: "Die USA geben viel mehr für Research & Development aus", so der EU-Kommissar. In der IT-Industrie seien diese Ausgaben sogar dreimal höher als im europäischen Durchschnitt. Großbritannien und Schweden hätten die USA bereits überholt.

Was den Export von Hightech-Produkten betrifft, hat der alte Kontinent nach Ansicht von Liikanen ebenfalls noch Nachholbedarf. Vor allem im Bereich IT und Telekommunikation, aber auch in Biotechnologie und Luftfahrt exportieren die Mitgliedsländer rund ein Drittel weniger als die USA. Obwohl fast alle EU-Staaten den Hightech-Anteil am Exportvolumen in den vergangenen beiden Jahren erhöhen konnten, seien die Unterschiede zu den USA "nach wie vor substanziell", warnte der EU-Kommissar. (sp)