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24.04.1987 - 

US-Unternehmen wechselt mit Töchtern in deutsche Hand:

Linotype will die deutsche Börse erobern

ESCHBORN (CW) - Als Aktiengesellschaft wird in einigen Monaten Linotype an der deutschen Börse notieren. Den Börsengang realisieren soll die Commerzbank AG, die unlängst die Linotype-Gruppe von der Muttergesellschaft Allied Signal Inc. übernommen hat.

Der amerikanische Mischkonzern Allied hatte schon im Dezember 1986 angekündigt, sich im Rahmen eines größeren Umstrukturierungsprogrammes aus dem elektronischen Bereich zurückzuziehen und Tochterunternehmen dieses Sektors (darunter Ampex Corp., Amphenol und Linotype) veräußern zu wollen. Dies nahm die Linotype-Unternehmensleitung zum Anlaß, ihre Pläne zu konkretisieren, die Gruppe in eine AG umzuwandeln und an die deutsche Wertpapierbörse zu gehen.

Dazu mußten zunächst sowohl die amerikanische Linotype Company als auch die englische Linotype Ltd. sowie die kanadische Linotype Canada in die Eschborner Linotype GmbH eingebracht werden. Nach Abschluß der Vorbereitungsarbeiten und Eintragung in das Handelsregister soll jetzt ein Antrag auf Zulassung der Stammaktien zum amtlichen Börsenhandel gestellt werden.

Linotype-Präsident Wolfgang Kummer erklärte dazu, man sei über diese Entwicklung mehr als glücklich. Zudem habe dieser Schritt auch historische Bedeutung: Linotype befand sich seit mehr als 100 Jahren in amerikanischem Besitz. Dennoch sei die Firmenveränderung eine logische Konsequenz, da sich im Laufe der letzten Jahre der Schwerpunkt der Linotype-Aktivitäten aus dem anglo-amerikanischen Bereich mehr und mehr in die Bundesrepublik verlagert habe. Nicht nur die Geschäftsführung der Gruppe, sondern auch die gesamte Produktion und der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten sind in Europa angesiedelt. Linotype, so Kummer, werde sich aber auch in Zukunft als ein internationales Unternehmen verstehen und dem amerikanischen Markt eine große Bedeutung beimessen.

Die Linotype-Gruppe, die als eines der größten Unternehmen von Satz- und Kommunikationssystemen für die Druckindustrie gilt, erzielte 1986 weltweit einen Umsatz von 235 (1985: 179) Millionen Dollar. Die deutsche Linotype GmbH konnte ihren Umsatz 1986 von 310 Millionen Mark im Vorjahr auf 335 Millionen Mark steigern. Weltweit beschäftigt die Gruppe rund 2100 Mitarbeiter.