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10.01.2003 - 

Studien von CIO und Meta Group bestätigen Open-Source-Trend

Linux-Anwender voll des Lobes

MÜNCHEN (CW/IDG) - Niedrige Investitions- und Betriebskosten und eine hohe Systemverfügbarkeit sind die Hauptvorteile des Open-Source-Betriebssystems Linux. Zu diesem Schluss kamen - unabhängig voneinander - eine Anwenderbefragung der CW-Schwesterpublikation "CIO" und eine Studie der Meta Group.

Rund zwei Drittel der Anwenderunternehmen haben offenbar bereits Systeme mit offenem Quellcode im Einsatz. Das jedenfalls legt die "CIO"-Befragung von 375 - vorwiegend US-amerikanischen - Unternehmen nahe. Den Ergebnissen zufolge nutzen die Open-Source-Anwender zumeist die frei verfügbaren Web-Entwicklungswerkzeuge und/oder das Betriebssystem Linux.

Die begrenzte Anzahl an verfügbaren Office-Tools, der Mangel an erfahrenen Entwicklern und das Misstrauen gegenüber den im Open-Source-Umfeld agierenden Anbietern gehören zu den Gründen, warum 36 Prozent der Befragten bislang die Finger von Linux & Co. gelassen haben. Die Befürworter hingegen betonen Vorteile wie günstige Anschaffungs- und Betriebskosten sowie Zuverlässigkeit.

Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Meta Group bestätigt diese Einschätzung durch eine Studie, an der 188 deutsche Linux-Anwender teilnahmen. Diese lobten insbesondere die Stabilität und den Durchsatz der Applikationen unter dem Open-Source-Betriebssystem. In finanzieller Hinsicht waren sie vor allem von den günstigen Werten für die Total Cost of Ownership (TCO) beeindruckt. Wenig zu kritisieren hatten sie erwartungsgemäß auch an der Integrationsfähigkeit, dem Java-Support, der Ausnutzung von symmetrischem Multiprocessing (SMP), der Clustering-Unterstützung und der Eignung für Embedded Server. Sogar die Behandlung durch die Independent Software Vendors (ISVs) kommt bei der Meta-Group-Befragung gut weg (siehe Grafik "Wie zufrieden sind Sie mit Linux?")

Alles in allem sehen die deutschen Anwender, so die Studie weiter, in Linux ein "strategisches Betriebssystem für die Zukunft". Wie die Analysten einräumen, ist der Aspekt "Linux auf Highend-Systemen" in der Untersuchung allerdings nicht berücksichtigt. Hier weise das Open-Source-Betriebssystem noch Lücken auf.

Am anderen Ende der Skala wird Linux nach Einschätzung der Meta Group in den kommenden fünf Jahren eher selten zu finden sein, genauer gesagt: auf höchstens 20 Prozent der Client-Devices. "Trotz aller guten Erfahrungen und positiven Aussagen über die Entwicklung im Server-Bereich" könne das Open-Source-System die Desktop-Dominanz von Microsoft kaum brechen. Deshalb werde es wohl eher die Unix-Derivate ablösen als Windows NT. (qua)

Abb: "Wie zufrieden sind Sie mit Linux"

Die deutschen Anwender des Open-Source-Betriebssystems Linux haben wenig zu bemängeln, wie dieser Auszug aus der Meta-Group-Studie zeigt. Quelle: Meta Group Deutschland