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23.10.1998 - 

Kommentar

Linux-Appeal auf den zweiten Blick

Wenn Linus Torvalds gegenüber der CW-Schwester "Computerworld" behauptet, Linux sei das "Unix Nummer eins" in Deutschland, dann neigt der Leser dazu, dies als das Hirngespinst eines allzu selbstbewußten Software-Wiz-Kidd abzutun. Zweifel an dieser Interpretation machen sich spätestens beim Blick in die Werbebroschüre des Linux-Distributors Suse breit: Als Referenzkunden nennt sie Daimler-Benz Aerospace, Degussa, Deutsche Bank, Sandoz und VW.

Ja, zum Henker! Hat die Deutsche Bank nicht ein paar Peanuts übrig, um sich ein richtiges Betriebssystem zu leisten? Hat sie schon. Und warum greift sie dann zu Freeware? Warum nicht? Wenn immer mehr renommierte Software-Unternehmen ihre Produkte auf Linux portieren, spricht das für sich.

Daß sich Linux derzeit in deutschen Großunternehmen etabliert, hat nicht nur mit Kostenbewußtsein zu tun. Wie das Beispiel Alfa Laval Agri zeigt, gibt es vielmehr technische Probleme, die sich nur mit dem Open-Source-Unix lösen lassen. Im Gegensatz zu den Kosten zieht dieses Argument auch bei IT-Vorständen, die sich auf einen Betriebssystem-Lieferanten festgelegt haben.

Linux ähnelt einer intelligenten, charmanten und humorvollen Frau mit flachen Brüsten und kurzen Beinen: Auf den ersten Blick wird sie übersehen, doch erhält sie die Chance, ihre Vorzüge auszuspielen, sticht sie locker jede Barbie-Puppe aus.