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18.01.2005

Linux erobert Marktanteile als ERP-Plattform

Unix- und Windows-Anwender wechseln verstärkt auf das Open-Source-Betriebssystem.

Einer Studie von Peerstone Research zufolge greifen immer mehr Anwender zu Linux für den Betrieb ihrer Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)Suiten von SAP, Oracle und Peoplesoft. Die Marktforscher gehen davon aus, dass die ERP-Software der "großen Drei" weltweit Eingang bei 40 000 bis 50 000 Unternehmen und Institutionen gefunden hat, verteilt auf rund 100 000 separate Installationen, die auf 700 000 bis 800 000 Servern laufen. Auf etwa 200 000 Servern stehe in diesem Jahr ein Update an.

Peerstone befragte zwischen April und September letzten Jahres 252 Anwender ausführlich. 164 von ihnen betreiben ihre ERP-Software gegenwärtig unter Unix, 70 nutzen Windows, und gerade einmal fünf verwenden Linux (13 haben sonstige Betriebssysteme im Einsatz).

Die Prognosen der Anwender, welche Betriebssysteme sie in drei Jahren für ihre ERP-Lösungen betreiben werden, weichen von dieser Verteilung deutlich ab. Von den Unix-Shops sind dann laut Peerstone nur noch 126 übrig, wodurch der Unix-Anteil an der installierten Basis von 65 auf 50 Prozent fällt. Zu Teilen wechseln diese Kunden auf Windows, dessen Anteil bis zum Jahr 2007 insgesamt aber bei 27 Prozent der Befragten stagnieren soll. Linux wollen bis dahin bereits 38 Anwender verwenden, das wären rund 15 Prozent der installierten Basis. Das bedeutet, dass auch einige Windows-Nutzer auf Linux-Plattformen wechseln wollen. Jeweils zehn Nutzer (entsprechend vier Prozent) sind sich noch unsicher oder bleiben bei anderen Plattformen.

Vorsprung von Unix schrumpft im Highend-Bereich weiter

Peerstone geht davon aus, dass zurzeit rund 1000 Firmen weltweit große ERP-Anwendungen auf Linux laufen haben. Ende 2007 sollen es um die 8000 sein. Um das Jahr 2010 herum erwartet Peerstone, dass der Highend-ERP-Markt sich in etwa zu gleichen Teilen auf Unix, Windows und Linux verteilt. (tc/rg)