Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

09.03.2001 - 

Betriebssysteme: Windows weiter marktbeherrschend

Linux holt im Server-Markt auf

09.03.2001
MÜCNHEN (IDG) - Im Markt für Betriebssysteme hat Microsoft noch immer die Nase vorn. Doch Linux holt auf - zumindest im Server-Bereich: Im Jahr 2000 verbreitete sich das Open-Source-System schneller als jedes andere.

Den Marktforschern von IDC zufolge konnte Microsoft seine verkauften Stückzahlen bei Server-Betriebssystemen im vergangenen Jahr um 20 Prozent von 2,1 Millionen auf 2,5 Millionen steigern und einen Marktanteil von 41 Prozent erobern. Dabei liegt das Wachstum signifikant über dem des Gesamtmarkts, der im Jahr 2000 um weniger als 13 Prozent zugelegt hat.

Windows und Linux dominieren

Linux holte kräftig auf - mit 24 Prozent Wachstum übertrumpfte es auch Windows. Der Anteil des Open-Source-Systems am Markt für Server-Betriebssysteme lag im vergangenen Jahr bei 27 Prozent - im Vorjahr waren es noch 25 Prozent. Laut IDC-Analyst Al Gillen drängen Microsoft- und Linux-Produkte die Betriebssysteme anderer Hersteller immer stärker aus dem Markt. "Kritiker und Ungläubige können Linux nicht mehr einfach als Modeerscheinung abtun", so Gillen. Auch Microsoft-Chef Steve Ballmer bestätigte, Linux stelle inzwischen die größte Bedrohung für sein Unternehmen dar.

Der Markt für proprietäre Unix-Systeme nahm laut IDC zwar insgesamt ab. Sun Microsystems konnte die verkauften Stückzahlen seines Betriebssystems Solaris dennoch um 40 Prozent steigern - vor allem auf Kosten von Santa Cruz Operation (SCO). Insgesamt lag der Anteil der proprietären Unix-Systeme bei 14 Prozent. Verlierer im Server-Bereich war Novell - der Marktanteil des Unternehmens ging im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 1,03 Millionen verkaufte Lizenzen zurück. Trotzdem hält Novell noch immer einen Marktanteil von 17 Prozent am weltweiten Markt für Server-Betriebssysteme.

Der Desktop-Markt ist nach wie vor fest in der Hand von Microsoft. 92 Prozent aller verkauften Betriebssysteme in diesem Segment stammten im vergangenen Jahr aus Redmond - das sind drei Prozent mehr als vor Jahresfrist. Windows 98 und dessen Nachfolger SE (Second Edition) konnten gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 36 Prozent zulegen. Insgesamt wuchsen Windows 9x und ME (Millennium Edition) - die Windows-Version auf Basis des alten 95er Kernels - allerdings nur um acht Prozent.

Apples Betriebssystem Mac OS kam bei PC- und Notebook-Betriebssystemen im vergangenen Jahr auf einen Marktanteil von vier Prozent. Linux spielt mit weniger als zwei Prozent Marktanteil im Desktop-Bereich kaum eine Rolle. Die Steigerung von 25 Prozent gegenüber 1999 ist dennoch bemerkenswert.

Abb: Der Markt für Server-Betriebssysteme

Ein Marktanteil von 27 Prozent hat Linux bei Server-Betriebssystemen zu einer ernsten Bedrohung für Microsoft werden lassen. (Quelle: IDC)