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18.10.2002 - 

Entwickler und Anwender um Spezifikationswünsche gebeten

Linux-Standardisierung geht schnell voran

MÜNCHEN (CW) - Die großen Linux-Distributoren zeigen sich sehr interessiert, die Übereinstimmung ihrer Linux-Versionen mit den Standardspezifikationen zertifiziert zu bekommen. Die Free Standards Group bittet Entwickler und Anwender um Mitteilung, was sie standardisiert sehen möchten.

Rund drei Monate, nachdem die Free Standards Group ein Zertifizierungsverfahren für Linux Standard Base (LSB) vorgestellt hat, rühmen sich alle großen Distributionen, dass ihre Versionen des quelloffenen Betriebssystems den Spezifikationen entsprechen. Zuletzt bestanden SCOs "Open Linux 3.1.1" und Mandrakes "Linux Pro-Suite 9.0" die Tests; Suse Linux 8.1 und Red Hat Linux 8.0 trugen schon zum Verkaufsstart das Label "Certified by Linux Standard Base".

Die Eile der Anbieter verrät, dass ihnen die Übereinstimmung mit dem Linux-Standard ein willkommenes Argument gegenüber Anwendern und Softwarepartnern ist. Eine den LSB-Spezifikationen entsprechende Anwendung wird auf allen zertifizierten Linux-Varianten laufen. "Die schnelle Akzeptanz des Zertifizierungsprogramms zeigt, wie wichtig den Anbietern und ihren Kunden die Übereinstimmung mit LSB ist", zeigt sich Scott McNeil, Executive Director der Free Standards Group, zufrieden.

Derzeit ist Linux-Standard LSB in Version 1.2; seit kurzem existiert das Norm-Release 1.0 für die internationale Sprachanpassung von Linux und Linux-fähigen Programmen, Li18nux (siehe www.freestandards.org/certification). Diese Projektgruppe wird sich in diesen Tagen in "OpenI18N" umbenennen. An einem Standard "Open Printing" wird gearbeitet.

Roadmap vorgelegt

Die LSB-Arbeitsgruppe in der Free Standards Group hat eine Roadmap für künftige Linux-Standards vorgelegt. Sie werden mehr Interfaces, zum Beispiel für C++, und Features wie ein einheitliches Package-Management definieren. Um den schon schnellen Fortschritt bei der Standardisierung noch einmal zu beschleunigen, wendet sich die Free Standards Group nun an Linux-Entwickler und -Anwender.

Jeder Interessierte kann kundtun, welche Schnittstellen und Features in künftigen Versionen von LSB, Li18nux und Open Printing standardisiert sein soll-ten (siehe www.freestandards.org/linuxfuture/). Anders als sonst in der Linux-Community üblich, müssen keine konkreten Vorschläge unterbreitet werden. Im Aufruf heißt es: "Dies ist eine Brainstorming-Phase. Alle Gedanken sind willkommen. Denken Sie nur darüber nach, was Sie in einer idealen Welt mit unbegrenzten Ressourcen vorfinden möchten." (ls)