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15.10.1999 - 

DV-Geschichte(n) von 1974 bis 1999

Linux verändert Modelle des Softwaregeschäfts

Der Pinguin Tux, das lebende Exemplar des Linux-Logos, hat dank britischer Open-Source-Sponsoren im Zoo von Bristol sein Auskommen. Einkommen, Umsätze und Gewinne für Menschen und Firmen allerdings scheint etwas, das nichts kostet, kaum bringen zu können. Der Code offener Software ist schließlich nicht Eigentum einer Firma, sondern aus den kostenlosen Beiträgen Hunderter Programmierer zusammengestellt. Folglich ist nicht mit Lizenzen, sondern nur jenseits der Software ein Geschäft zu machen: mit Dokumentation, Installationssupport, spezifischen Erweiterungen, Integration in vorhandene Umgebungen, Schulungen, Hotlines etc. Aus Gruppen zur Distribution von Open-Source-Programmen sind Softwarefirmen entstanden, die das neue Geschäftsmodell versuchen.

Die US-Firma Caldera feiert in diesen Tagen ihr fünfjähriges Bestehen. Die 1993 gegründete Red Hat Inc. gab im letzten August an der Nasdaq ein erstklassiges Börsendebüt: Ihre neue Aktie schnellte in wenigen Tagen von 14 auf über 80 Dollar hoch und bewegt sich nach Spitzenpreisen um 120 Dollar derzeit an der 90er Marke. Hierzulande hat die Nürnberger Suse GmbH seit ihrer Gründung 1992 den Umsatz fast in jedem Jahr verdoppelt, in diesem Jahr werden es über 45 Millionen Mark. Daß sich der Umsatz der Services gegenüber dem Vorjahr vervierfacht hat, wird von der gewaltigen Nachfrage nach Linux-CDs verdeckt. Längst geht ein Trend dahin, die Entwickler zu honorieren oder gleich fest einzustellen. Noch sind die Alternativen zum Vertrieb proprietärer Software nicht fixiert.