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Hewlett-Packard und Fujitsu-Siemens präsentieren Kopplungsprodukte

Linux verbindet PCs zu Clustern

01.08.2003
MÜNCHEN (CW) - Linux entwickelt sich immer mehr zum Betriebssystem der Wahl, wenn es um die Koppelung von PC-Rechnern geht. Hewlett-Packard und Fujitsu-Siemens stellen neue Cluster vor, die für kommerzielle Nutzer gedacht sind.

Das Clustern von PC-Systemen wird nicht nur zur Steigerung der Ausfallsicherheit, sondern auch zum Bau von Hochleistungsrechnern benutzt. Immer häufiger kommt dabei Linux als Betriebssystem zum Zug.

Hochleistungsrechner aus Standardkomponenten

So hat beispielsweise Fujitsu-Siemens angekündigt, die hauseigenen "Primergy"-Server, die mit einem oder zwei Prozessoren von Intel oder AMD bestückt sind, im Rahmen der "hpc Line" zu Linux-Clustern zu verbinden. Der Vorteil der Lösung: Sie besteht weitgehend aus Standardkomponenten. Damit lassen sich kostengünstige Rechnersysteme kreieren, die für leistungshungrige Applikationen wie Crashtests, Strukturanalysen oder Strömungssimulationen taugen. Dem Trend entgegen kommt die Vielzahl der technischen Anwendungsprogramme, die auf Linux-Clustern lauffähig sind.

Die Architektur der hpc Line erlaubt weitgehende Flexibilität und Skalierungsmöglichkeiten beim Aufbau. Angeboten werden Cluster-Systeme von acht Rechnerknoten ("Starter-Kit") bis zu Hunderten von Prozessoren. Alle Konfigurationen werden in Racks eingebaut: In ei-nen Einbauschrank passen bis zu 42 Server mit maximal 84 Prozessoren.

Der Hersteller weist besonders darauf hin, dass der Rechnerverbund kaum mehr Hitze entwickelt als die entsprechende Anzahl von PCs. Fujitsu-Siemens lässt die Module der hpc Line auf Basis seiner Server- und Workstation-Komponenten von der ICT AG in Aachen entwickeln.

Für die Kopplung der Rechner stehen außer Fast Ethernet die Techniken "Scalable Coherent Interface" (SCI) und "Myrinet 2000" zur Verfügung. Für die Middleware und die Verwaltung bietet Fujitsu-Siemens die Lösungen der norwegischen Scali Scalable Linux Systems ("Scali Universe" und "Sca-MPI") sowie der deutschen Partec ("Parastation 3", "4" und "FE") an. Alle Cluster-Lösungen werden schlüsselfertig ausgeliefert.

HP arbeitet derzeit an der Fertigstellung der neuen "XC Cluster", die im August anlässlich der Linuxworld in San Francisco vorgestellt werden sollen. Auch diese Produktlinie soll äußerst skalierbar und flexibel zu konfigurieren sein. Die Rechner nutzen ausschließlich Intel-Prozessoren ("Xeon" und die 64-Bit-CPUs "Itanium 2"), von denen zwischen 16 und 256 in einem Cluster-Verbund gekoppelt werden. HP setzte ebenfalls auf vorkonfigurierte und ausgetestete Systeme, die die Einrichtung und Wartung für den Benutzer möglichst einfach machen sollen. Damit sollen auch Kunden angesprochen werden, die über keine Erfahrung mit Linux-Clustern verfügen.

Auf Wunsch: Komplettpakete für kommerzielle Anwender

Der Hersteller hat bereits damit begonnen, passende Programme von Drittanbietern für die XC-Reihe zu zertifizieren. Darunter finden sich Scyld Computing Corp., Scali AS, MSC Software Corp. sowie National Partnership for Advanced Computational Infrastructure. HP arbeitet zusammen mit den Softwarepartnern an Schlüssellösungen, mit denen kommerziellen Nutzern die Linux-Cluster schmackhaft gemacht werden sollen. HP nutzt dazu auch die Erfahrungen, die im wissenschaftlichen Bereich mit Cluster-Technik gesammelt wurden, und überträgt das Know-how auf die kommerziellen Linux-Rechnerverbünde. So hat man beispielsweise das verwendete Cluster File System so verbessert, dass Änderungen einer Datei automatisch auf allen Knoten ausgeführt werden. (kk)