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19.07.2007

"Live ist künftig so wichtig wie Windows"

Auf seiner Partnerkonferenz in Denver machte Microsoft deutlich, auch das Geschäft mit Software as a Service dominieren zu wollen.

Offenbar setzt Microsoft alles daran, im Mietsoftware-Geschäft nicht nur Mitläufer, sondern Gestalter zu sein. Nach Überzeugung von Chief Operating Officer (COO) Kevin Turner wird Microsofts SaaS-Portal "Office Live" in punkto Marktbedeutung einmal so wichtig werden wie das Windows-Betriebssystem heute ist.

ERP für Kleinbetriebe

Aufbauend auf Dynamics NAV bringt Microsoft in Deutschland in der ersten Jahreshälfte 2008 ein ERP-Angebot ("Microsoft Dynamics Entrepreneur Solution") für kleine Firmen auf den Markt. Es soll sich rasch installieren lassen und pro Nutzer 800 Euro kosten. Bisher lag die günstigste ERP-Lizenz bei 1500 Euro, wobei der Kunde dafür allerdings auch mehr Funktionen erhält.

Auf Office Live können registrierte Anwender kostenlose und gebührenpflichtige Internet-Dienste in Anspruch nehmen. Die Angebote richten sich an kleine Firmen und umfassen Tools zum Bau von Websites, E-Mail-Konten, Kalender, Kontakt- und Projekt-Management sowie Groupware-Features. Künftig soll es mit "Personal Office Live" auch Angebote für private Konsumenten geben.

Nach den Worten von Firmenchef Steve Ballmer betreibt Micro-soft in Zukunft Service-Plattformen, die die gleichen Funktionen enthalten wie Windows Server, Active Directory und Operations Manager. Der Microsoft-Boss spricht bewusst nicht von Software as a Service, sondern bezeichnet Microsofts Ansatz als "Software plus Service": Anwender werden demnach Microsoft-Produkte auf ihrem Windows-PC oder Windows-Mobile-Gerät mit Live-Diensten ergänzen.

Betriebssystem für Services

Somit entsteht eine Art "Service-Betriebssystem", auf dessen Grundlage sehr vereinfacht ausgedrückt Softwaredienste ablaufen, wie heute Programme auf Windows ausgeführt werden. Diese Infrastruktur soll Softwareexperten künftig in die Lage versetzen, eigene Entwicklungen auf der Live-Plattform aufzusetzen.

Obwohl Microsoft die Live-Angebote direkt an die Kunden richten, sollen die Partner nicht außen vor bleiben. Sie sollen eigene Services anbieten. Von Partnern entwickelte Dienste werden den Abonnenten über den unlängst freigeschalteten "Office Live Marketplace" feilgeboten. Wann der Service-Marktplatz auch in Deutschland seine Pforten öffnet, steht noch nicht fest.

Ab Januar 2008 richtet Microsoft ein Vergütungssystem für Live-Partner ein: Sie sollen Provisionen erhalten, wenn Microsoft mit den Nutzern der von den Partnern entwickelten Live-Applikationen Umsatz erzielt.

Neben Office Live bietet Microsoft demnächst auch eine Unternehmenslösung zur Miete an. Über "Dynamics CRM Live" können Firmen Funktionen der Software Dynamics CRM 4.0 gegen eine monatliche Miete nutzen. Um hier vor allem dem CRM-Vermieter Salesforce.com Paroli zu bieten, startet der Konzern das Angebot mit aggressiven Preisen. Vermarktet wird CRM Live zunächst nur in den USA. (fn)