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28.03.1986 - 

Symbolics setzt weiter auf künstliche Intelligenz:

LlSP-Systeme sind künftig SNA-fähig

HANNOVER (CW) - Auf rund 210 Millionen US-Dollar schätzt die Symbolics GmbH aus Eschborn bis zum Jahre 1990 den europäischen Markt für dedizierte LISP-Maschinen. "Wir haben die Absicht, uns einen Anteil von etwa 60 Prozent dieses Potentials zu sichern", verkündete Geschäftsführer Manfred Combüchen vor Vertretern der Presse.

Um zu dokumentieren, wie ernst es die Eschborner mit ihren ehrgeizigen Plänen meinen, kündigten sie auch gleich die SNA-Fähigkeit ihrer 3600-Systemfamilie und damit, so wörtlich, "die von Anwendern lange erwartete Verbindung zwischen der Wissensverarbeitung und der konventionellen Datenverarbeitung auf IBM-Großrechnern" an.

Die SNA-Option, bestehend aus Hardware und Software, erlaubt den Informationsaustausch zwischen Anwendungen auf traditionellen IBM-Maschinen und den komplexen Datenanalyse- und Expertensystem-Anwendungen auf den LISP-Rechnern von Symbolics. Ein Zusatz, der Unternehmensangaben zufolge ab dem Frühjahr 1986 lieferbar ist, soll dann die Datenkommunikation mit den IBM-Systemfamilien 4300, 3030, 3080 und 3090 unter MVS gestatten. Angeboten wird die SNA-Option mit einem Hardware-Protokoll-Konverter und der Datenübertragungssoftware für die genannten Systeme. Im einzelnen werden unterstützt: SNA Typ 2, physische Einheit 2, logische Einheit 2, die Standard-Verbindung RS-232 über Wähl- und Standleitungen, die VTAM-Zugriffsmethode auf Netzwerke sowie die KSDS-Datentbankstrukturen unter CICS/VSAM.

Dazu gehört auch die Lieferung von Source-Code für individuelle Kundenanpassungen bei verteilten Anwendungen. Um den Aufwand für die Implementierung der Host-zu-Host-Übertragung zu reduzieren, integrierte Symbolics ein Applikations-Interface in die Software ihrer LISP-Maschinen, von denen bis jetzt weltweit rund 2000 Einheiten installiert sind.

"Mit der Verfügbarkeit immer neuer Werkzeuge und Expertensysteme wächst beim Anwender der Wunsch, die Wissensverarbeitung auch in Bereichen wie dem Finanzwesen, der strategischen Unternehmensplanung und der Fertigungsplanung und -steuerung einzusetzen" erklärte Combüchen. Mit der SNA-Fähigkeit werde nun den Benutzern großer IBM-Systeme die Möglichkeit geboten, ihre dort gespeicherten Daten in neue wissensbasierte Anwendungen einzubringen.

AU: