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31.10.2003 - 

Ab 2004 soll die Messe auch Mekka der Medienindustrie sein

Lob und Kritik für die Systems 2003

MÜNCHEN (CW) - In ihrem Schlussbericht zur diesjährigen Systems spricht die Messe München International von guten Geschäften und zufriedenen Ausstellern. Allerdings musste sich der Veranstalter auch Kritik gefallen lassen - vor allem an der Besucherregistrierung.

Das Aufatmen der Systems-Verantwortlichen konnte man schon vergangene Woche während der Messe förmlich spüren. Die Hallen waren nicht leerer als im Vorjahr. Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Messe München International, zog denn auch ein positives Fazit: "Die Systems ist mit dem Anspruch gestartet, den Impuls für die Trendwende zu geben. Dieses Ziel haben wir mehr als erreicht." Auch Bitkom-Präsident Willi Berchtold ließ sich im Namen des Ausstellerbeirates mit den Worten zitieren: "Die Systems 2003 hat die Erwartungen der Unternehmen übertroffen."

CW-Recherchen ergaben indes ein zwiespältiges Echo der Aussteller auf die Systems. Zwar bestätigen viele Firmen die "Qualität" der Besucher, andere wiederum warteten vergeblich auf die viel zitierten "Entscheider", die nach Einschätzung der Systems-Macher zu Hauf vor Ort waren. Einig waren sich fast alle Aussteller in ihrem Unmut über die zeitaufwändige Besucherregistrierung, die für lange Schlangen an den Eingängen sorgte. Selbst Besucher, die sich im Vorfeld online angemeldet hatten, mussten sich - wenn auch mit einem verkürzten Procedere - an den entsprechenden Terminals einloggen. Man habe das Problem erkannt, entschuldige sich dafür und werde im kommenden Jahr für Abhilfe sorgen, hieß es dazu offiziell.

Offiziell ist derzeit auch die Zahl von rund 74000 Besuchern, die 2003 den Weg auf das Münchner Messegelände gefunden haben sollen. Damit könnte sogar ein kleines Plus erzielt worden sein. Denn im vergangenen Jahr schlugen nur 72950 Besucher den Weg nach München-Riem ein - deutlich weniger als die Zahl von 80000, die die Systems-Verantwortlichen noch in ihrem Schlussbericht zur Systems 2002 veröffentlicht hatten. Die Konsolidierung der eigenen Datenbestände sowie die Prüfung durch die Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) habe die Korrektur nachträglich erforderlich gemacht, erklärte Systems-Sprecherin Ellen Richter-Maierhofer. Insofern sei auch die jetzt für 2003 genannte Besucherzahl "nur vorläufig".

Was das grundsätzliche Besucher-, aber auch das Ausstellerinteresse angeht, dürfte der Systems die Nagelprobe ohnehin erst im kommenden Jahr bevorstehen - wenn sich der erwartete Aufschwung tatsächlich einstellt und die Messe um den Bereich digitale Medien erweitert werden soll. Man habe diese Pläne beileibe nicht "im stillen Kämmerlein geschmiedet", sondern reagiere auf Entwicklungen im Markt - sprich: das Zusammenwachsen von IT, Telekommunikation und Medien, rechtfertigte Messechef Dittrich die Entscheidung für den Ausbau.

Die Anwendungsfelder und Zielmärkte für die neuen, digitalen Medientechnologien sind vielfältig, hieß es weiter. Adressieren möchte man zum einen Content-Anbieter, die ihre Inhalte über Provider, Medien und andere Unternehmen digital vermarkten wollen, zum anderen Unternehmen, die entsprechende Lösungen zur Steuerung komplexer IT-Strukturen einsetzen möchten. Inwieweit dieses neue erweiterte Konzept unmittelbar Zuwächse bei Ausstellern und Besuchern bringen soll, ließ der Systems-Chef allerdings offen. Man verspreche sich davon jedoch "einiges". (gh)