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05.11.2013 - 

Der CP-Querschläger

Lobt mich – ich bin Windows 8.1!

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
In einer Umfrage wollten wir wissen, wie das erste Fazit von Windows 8.1 ausfällt. Auch der "Querschläger" hat sich dazu seine Gedanken gemacht.
"Man kann kein OS mit De-facto-Internetzwang mit gutem Gewissen empfehlen - spätestens nach den Abhör- und Spionageskandalen nicht mehr."
"Man kann kein OS mit De-facto-Internetzwang mit gutem Gewissen empfehlen - spätestens nach den Abhör- und Spionageskandalen nicht mehr."
Foto: Microsoft

Endlich glaube ich, die Marketingstrategie des Microsoft-Konzerns verstanden zu haben. Wenn Windows 7 professionell nicht zu verbessern ist, macht man erst mal ein schlechteres Betriebssystem und lässt danach dessen zweiten renovierten Aufguss feiern. So ähnlich wie in der Politik, wenn erst einmal Horrorgesetze angekündigt werden und dann deren Abmilderung als Erfolg für die Menschheit gefeiert wird.

Ja, auch bei der Umfrage unter uns Fachleuten ist jeder Fünfte voll des Lobes über die Version 8.1. Politisch gesehen ein toller Erfolg! Allerdings heißt das auch: Rund 80 Prozent loben Windows 8.1 nicht.

So wie einst IBM mit OS/2 bis zum bitteren Ende und mit einer unbändigen Sturheit an seinem für Normalbenutzer unverständlichen Betriebssystem festhielt, so scheinen die Redmonder an ihrem App-Zwang und der Cloud-Sucht festhalten zu wollen. Dabei wird immer deutlicher, dass ein Windows für und aus der kontrollierten Wolkenwelt nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

Ein Betriebssystem hat die Peripherie zu verwalten und ansonsten Nullen und Einsen zu koordinieren. Es hat weder persönliche noch sonstige Daten ungefragt an irgendwelche App-Hersteller, Partner, Regierungen oder Microsoft zu liefern. Wenn es das tut, ist es kein Betriebssystem mehr, sondern Schadsoftware.

Ähnliches gilt für Apples OS. Je mehr Cloud-Funktionen ein Programm hat, desto leichter können Daten ausspioniert werden. Man kann kein OS mit De-facto-Internetzwang mit gutem Gewissen empfehlen, spätestens nach den Abhör- und Spionageskandalen nicht mehr. Mobilsysteme wie Android und iOS sind seit jeher mit Vorsicht zu genießen, denn "gecloud" wird, was nicht niet- und nagelfest ist.

Die Mentalität, mit kostenlosen Apps minderwertige Informationen zu konsumieren, scheint ein Übel zu sein, das sich über sämtliche Medienkanäle verbreitet. Windows 8.1 ist zwar nur ein Multiplikator von vielen, aber deshalb ist es noch lange nicht gut.

Mein Fazit: Auch das neue Kachelprogramm überzeugt mich nicht. Trotz aller teuer platzierten Lobhudelei des Microsoft-Marketings bleibt es ein Flop – jetzt mit Startknopf und in der Version 8.1.

Bis demnächst, Euer Querschläger!
(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)

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