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30.03.1990 - 

Mehrheit an Gemeinschaftsunternehmen

Loewe Opta will sich mit einem Telefon-venture sanieren

30.03.1990

KRONACH (CW)-Im Vorfeld der Liberalisierung des Telefon-Endgerätemarktes zum 1. Juli 1990 hat sich die Loewe Opta GmbH mit der britischen Betacom Plc. zusammengetan. Loewe wird 51 Prozent des Stammkapitals von 500 000 Mark der Loewe Betacom GmbH, Langen bei Frankfurt, halten.

Die Geräte des Joint-venture, das alle Preis- und Leistungsklassen abdecken will, werden sowohl unter dem Label von Loewe als auch von Betacom, dem zweitgrößten privaten Telefonanbieter in Großbritannien, vertrieben werden. Anspruchsvollere und dementsprechend teurere Geräte, so Loewe-Sprecherin Gusti Arendt, werden unter dem Loewe-Zeichen, Billigmodelle ab 49 Mark als Betacom-Ware vermarktet. Letztgenannte stammen aus fernöstlichen Billiglohnländern.

Die Marketing-technische Distanzierung von den Low-end-Telefonen soll eine Kollision mit dem Qualitätsimage verhindern, unter dem die Kronacher ihre Verbraucherelektronik anbieten. So werden sich die Loewe- und die Betacom-Geräte auch auf den Ladentischen kaum ins Gehege kommen: Während die High-Tech-Telefone vorwiegend im Handel für Verbraucher- und Unterhaltungselektronik ihren Platz finden, ist der OEM-Kanal als wichtigster Vertriebsweg für das Betacom-Label vorgesehen.

Bereits im ersten Geschäftsjahr strebt die Loewe Betacom GmbH einen Marktanteil von zehn Prozent an. 1989 hatte Loewe Opta eher mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht: Zuerst schien es fraglich, ob die BMW AG ihre 31-Prozent-Beteiligung an Loewe Opta aufrechterhalten würde; gleichzeitig war eine Übernahme durch die finnische Nokia-Gruppe in der Diskussion. Rainer Hecker, Vorsitzender der Geschäftsführung, wandte sich noch einmal gegen derartige Gerüchte und bekräftigte, es werde auch nach einer Umstrukturierung der Gesellschafteranteile bei der BMW-Beteiligung bleiben.

Zum Geschäftsjahresabschluß 1989 mußte Loewe Opta einen kräftigen Umsatzrückgang hinnehmen: Nachdem ein Btx-Großauftrag der Deutschen Bundespost Telekom zu großen Teilen ausgefallen war, sank das Volumen auf knapp unter 300 Millionen Mark; im Vorjahr hatte Loewe 357 Millionen Mark eingenommen. Demzufolge stand eine rote Zahl unter der Jahresbilanz (Gewinn 1988: 960 000 Mark). Laut Hecker erhofft sich Loewe im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg auf330 Millionen Mark und ein ausgeglichenes Ergebnis.