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09.05.1997 - 

IT in der Touristik/Kommentar

Logistik für die zivile Mobilmachung

Boom in der Tourismusindustrie, keine Frage. Die zivile Mobilmachung läuft auf Hochtouren. So verwundert es kaum: Tourismus gilt als Wachstumsbranche Nummer eins. Bei soviel Nachfrage und stark wachsenden Investionen - nicht zuletzt in komplexe Informationstechnologie, müßte das eigentlich satte Gewinne bedeuten. Doch weit gefehlt.

Hierzulande jedenfalls hat die Branche ein schlappes Jahr hingelegt: Gerademal um einen Prozentpunkt stiegen die Umsätze; in mittelständischen Reisebüros sackte die Nettorendite oft sogar unter diese Marke, wie die CW-Schwesterpublikation "Global Online" berichtet. Wie das?

Die klassische Dienstleistung der differenzierten und persönlichen Beratung ist zurückgetreten hinter die reine, möglichst kurzfristige Buchung kostengünstiger Angebote. Hier tobt ein knallharter Verdrängungswettbewerb nicht nur der Anbieter großer Kontingente, sondern - im Verbund damit - auch der Groß-Buchungssysteme und der geskillten Touristik-Manager, die mit dem Variantenreichtum der ständig wechselnden Systemoberflächen, Tarifgebäude etc. virtuos umgehen können. Stets aktualisiertes Know-how spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Und das Internet tut noch das seine, um die schier unglaubliche Vielfalt der Reise- und Buchungsmöglichkeiten auf die Spitze zu treiben. Einesteils Marketing-Tool, andererseits in Einzelfällen bereits für die Buchung selbst einsetzbar, läuft das Netz der Netze parallel zu den eingeführten elektronischen Systemen, denen es neben den Printmedien Katalog und Anzeige kräftig Konkurrenz macht. So konnte sich zum Beispiel Japan Airlines schon nach drei Einführungsmonaten Internet-Kundenservice 12000 Buchungen im Gesamtvolumen von vier Millionen Dollar gutschreiben.