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08.11.2002 - 

ASP-Lösungen von Inet-Logistics

Logistikabwicklung ohne Medienbruch

MÜNCHEN (sp) - Mit Web-basierenden Spezialanwendungen, die über eine einheitliche Plattform via Browser zugänglich sind, will Inet die Lücke zwischen E-Commerce und Logistik schließen. Vor allem von der zertifizierten SAP-R3-Schnittstelle der Integrationsplattform erhofft sich der österreichische Dienstleister neue Kunden.

Die Dienstleistungen der Logistikanbieter beschränken sich längst nicht mehr auf die Beauftragung von Transporten, sondern reichen bis zur Übernahme ganzer Geschäftsprozesse - von der Lagerhaltung über die Rechnungsstellung und Buchhaltung bis hin zur Auftragsabwicklung. Die Web-basierenden Lösungen der Inet-Logistics GmbH sollen diese Prozesse ohne "Medienbruch" elektronisch abbilden - einerseits die Transportbeauftragung und Sendungsverfolgung für Logistikdienstleister wie Post und Paketdienste, andererseits individuelle Spezialanwendungen für deren Kunden in den Bereichen Beschaffungs-, Lager- und Reparaturlogistik, Lademittelverwaltung sowie Frachtkostenabrechnung.

Zentraler Bestandteil des Systems ist der "Logistics-Server", den Inet-Logistics im ASP-Modell betreibt und auf den die angeschlossenen Anbieter und ihre Kunden via Browser zugreifen können. Eingehende Aufträge werden automatisch auf die Verfügbarkeit der bestellten Ware geprüft und bis zum Versand weitergeleitet. Dabei verspricht sich das junge Unternehmen vor allem von der zertifizierten SAP-R/3-Schnittstelle des Logistics-Servers neue Kunden. "Je mehr Partner und Prozesse miteinander verknüpft sind, desto effektiver ist unsere Lösung", so Inet-Geschäftsführer Herwig Cahel. Wenn eine gewisse Anzahl von Partnern erst einmal an dem Server angeschlossen sei, laufe der Rest fast von selbst.

An der Auftragsvergabe via Internet können sich Logistikdienstleister auch via E-Mail oder SMS beteiligen, was die Lösung speziell für kleinere Firmen interessant macht. "Damit kann sogar ein ganz kleiner Spediteur einen SAP-Anwender als Kunden gewinnen", so Cahel. Selbst das Track-and-Trace-System lasse sich via Handy abwickeln.

Ausgeklügeltes Geschäftsmodell

Die Finanzierung erfolgt über Lizenzeinnahmen, die sich nach Art und Umfang der erbrachten Leistung berechnen, sowie aus den ASP-Gebühren, die pro Sendung kassiert werden. Hinzu kommen Wartungskosten, die sich auf 15 Prozent der Lizenzgebühr belaufen und dem Kunden einmal pro Jahr in Rechnung gestellt werden.

Im vergangenen Jahr erzielte Inet-Logistics einen Umsatz von vier Millionen Euro - im nächsten Jahr will das 1999 als Spinnoff der Gebrüder Weiss gegründete Unternehmen mit Sitz im österreichischen Wolfurt den Break-even erreichen. Derzeit sind sieben SAP-Anwender, zwölf Logistikdienstleister und mehr als 300 kleine Speditionsunternehmen an den Logistics-Server angeschlossen. Laut Firmenchef Cahel laufen zudem Verhandlungen mit einer Reihe von potenziellen Interessenten - darunter auch Logistikkooperationen, "die uns mit einem Schlag einen großen Kundenstamm vermitteln könnten".

Auch das internationale Geschäft soll ausgebaut werden. Neben seinem Heimatland Österreich ist Inet-Logistics seit Mitte des Jahres in Deutschland und der Schweiz aktiv. In den Niederlanden versucht der Logistikspezialist, über Partner Fuß zu fassen. Die Erschließung des spanischen und britischen Markts ist für das erste Halbjahr 2003 angepeilt, in der zweiten Jahreshälfte sollen Skandinavien und Osteuropa folgen. Allerdings investiert Inet laut Cahel nur ins Auslandsgeschäft, wenn konkrete Aufträge vorliegen. "Um die reine Präsenz geht es uns nicht."