24.01.2013 - 

Enttäuschendes Quartalsergebnis

Logitech stellt unrentable Produkte ein

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
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Der einstmals so erfolgsverwöhnte Zubehörspezialist Logitech will sich von unrentablen Produktgruppen trennen. Dies kündigte CEO Bracken P. Darrell bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das dritte Qurtal des Geschäftsjahres an.
Logitech-CEO Bracken P. Darrell ärgert sich über "inakzeptable" Q3-Geschäftszahlen.
Logitech-CEO Bracken P. Darrell ärgert sich über "inakzeptable" Q3-Geschäftszahlen.
Foto: IFA Berlin

Der einstmals so erfolgsverwöhnte Zubehörspezialist Logitech will sich von unrentablen Produktgruppen trennen. Dies kündigte CEO Bracken P. Darrell bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres an.

Darrell selbst bezeichnet die Zahlen als "enttäuschend". Hauptgrund sei die Schwäche des weltweiten PC-Markts. Der Umsatz betrug im Zeitraum von Oktober bis Dezember 614,5 Millionen Dollar, das entspricht einem Rückgang von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Insbesondere das Europageschäft blieb hinter den Erwartungen. Das Markengeschäft ging um 20 Prozent zurück. Das weltweite OEM-Geschäft musste mit einem Rückgang von 23 gewaltig Federn lassen.

"Inakzeptable" Zahlen

CEO Darrell spricht demzufolge von "inakzeptablen" Zahlen. Als Reaktion will er verstärkt auf Zubehörartikel für Tablets setzen und kündigt eine Reihe von neuen Produkten zum Ende des laufenden Quartals an.

Auf der Strecke sollen unrentable Bereiche bleiben. So will sich Logitech von den Sparten Fernbedienungen und Überwachungskameras trennen. Zudem sollen bis zum Jahresende Produktlinenien eingestellt werden, die als "nicht strategisch" erachtet werden. Dazu zählt Darrell Speaker Docks und Zubehör für Spielekonsolen.

Mit einer "deutlichen Kostensenkung" soll Logitech so zurück in die Erfolgsspur gebracht werden. Darell spricht von 80 Millionen Dollar jährlich. "Mein Ziel ist es, Logitech so schnell wie möglich zu einer nachhaltigen Profitabiltät zu führen", erklärt der CEO. Dies erfordere eine konsequente Ausrichtung auf Produkte in großen und schnell wachsenden Märkten. "Wir müssen uns so schnell bewegen, wie die Märkte, an denen wir teilhaben", fordert der Logitech-Chef. (awe)

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