Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

10.03.2009

Lohnt sich ein Studium neben dem Beruf?

Lebenslanges Lernen ist heute ein Muss. Doch für Interessenten ist es schwer, unter der Vielzahl der Weiterbildungen das richtige Angebot zu finden.

Welche Weiterbildung bringt mich voran? Das fragt ein 30-jähriger Fachinfomatiker im computerwoche-Online-Forum "Ratgeber Karriere": "Bringt mich eine nebenberufliche Fortbildung zum technischen Betriebswirt (IHK), IT-Betriebswirt (Studiengemeinschaft Darmstadt) oder staat-lich anerkannten Betriebswirt (Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik) weiter, wenn ich auch in Zukunft betriebswirtschaftliche Anwendungen entwickeln oder als Consultant tätig sein möchte? Oder ist nur ein Bachelor-Studium (etwa Wirtschaftsinformatik, BWL) sinnvoll?"

Weiterbildung heißt auch Verzicht

Gerhard Humbert, Personalberater bei HSC Consulting, antwortet darauf: "Um weiter betriebswirtschaftliche Anwendungen entwickeln und als Berater tätig sein zu können, nützen Ihnen derartige Schulungen oder Studiengänge nur bedingt.

Richtig ist, dass es Unternehmen gibt, die bevorzugt Bewerber mit Hochschulabschluss einstellen. Da würde ein Bachelor-Studium helfen. Aber ob sich der zeitliche und finanzielle Aufwand und die Auswirkungen auf Ihre heutige Tätigkeit lohnen, kann ich nicht sagen. Grundsätzlich ist jede Weiterbildung, die Sie parallel zu einem Vollzeitjob besuchen, anstrengend und auch risikoreich. Bei einer Dauer von 18 bis 24 Monaten für den technischen Betriebswirt (IHK) oder den IT-Betriebswirt (SGD) benötigen Sie viel Energie, Durchhaltevermögen und Bereitschaft zum Verzicht.

Ganz wichtige Voraussetzungen sind, dass Sie ein klares Bild davon haben, wie Ihre berufliche Zukunft aussehen soll, dass Sie genau wissen und verstehen, inwiefern und weshalb Sie heute in Ihrer beruflichen Entwicklung eingeschränkt sind, und dass und wie Ihre Ausbildungsmaßnahme, wie auch immer sie aussieht, Ihnen dabei hilft, von A nach B zu kommen.

Alle genannten Fortbildungskurse können grundsätzlich sinnvoll sein. Prüfen Sie sich selbst, indem Sie aufschreiben, was für Sie "sinnvoll" und "voranbringen" bedeutet - und daneben, wie die Maßnahmen Ihnen bei der Realisierung helfen können. Dem sollten Sie hinzufügen, was Sie investieren müssen (Zeit, Geld, Nerven, Risiken, möglicherweise Verzicht auf Profilierung und Weiterentwicklung im heutigen Job) und ob Sie bereit dazu sind.

Ich habe den Eindruck, dass Sie mit Ihrer heutigen Situation unzufrieden sind und darüber nachdenken, wie Sie diese verbessern können. Zu den näheren Umständen sagen Sie aber nichts. Alle von Ihnen geschilderten Möglichkeiten können Bestandteil der Lösung Ihres Problems sein, solange dieses aber unklar bleibt, kann ich nicht sagen, welcher Weg die größte Chance auf Erfolg hat. (hk)

Ratgeber Karriere

Auf www.computerwoche.de stehen täglich Experten für Ihre Fragen zum Thema Karriere Rede und Antwort. In der letzten Woche setzte sich HSC-Personalberater Gerhard Humbert unter anderem mit der Frage auseinander, ob sich ein Studium neben dem Beruf lohnt (siehe Artikel auf dieser Seite).

Ab 19. März bis 1. April 2009 beantwortet Thomas Leibfried (Foto) von Computacenter Ihre Fragen in unserem Karriere-Ratgeber. Er ist beim IT-Dienstleister zuständig für Personalbeschaffung und kann im Moment rund 200 offene Stellen besetzen.

www.computerwoche.de/job_karriere/ ratgeber_karriere