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16.11.1984 - 

Aufstieg in die nächsthöhere Datenverarbeitungsstufe:

Lokale Rechnerleistung verhindert Datenkollaps

ie Frage nach Mikro- oder Minicomputer der 32-Bit-Generation ist zum Schlüsselthema der notwendigen und geplanten Innovationen in weiten Bereichen der Industrie geworden. Das Thema erhitzt die Gemüter der gestandenen Datenverarbeitungsspezialisten ebenso wie die neu heranwachsende Schicht der mit Computerwissen ausgestatteten Sachgebietsleiter in den verschiedenen Bereichen der Industrie und des Handels.

Blickt man zurück in die Geschichte der Minicomputer, so ist zu erkennen, daß die Minicomputer ihre Entstehung und Entwicklung den in Forschung und Entwicklung tätigen Wissenschaftlern verdanken, die die in ihren Projekten in immer größerem Umfange anfallenden Datenmengen mit Hilfe der EDV-Systeme auswerten wollten.

Die damals zur Verfügung stehenden sogenannten Großrechner waren aufgrund der enormen Kosten nur an wenigen Plätzen vorhanden und wurden daher für die verschiedensten Aufgaben eingesetzt. Die Verfügbarkeit für Wissenschaftler war daher sehr eingeschränkt. Das heißt, diese Mammut-Computer waren weit entfernt vom Anfall der Daten und die Übermittlung in Form von Lochkarten war unzuverlässig und zeitraubend.

Für diesen Anwenderkreis entstanden die zu ihren Anfängen recht simplen 16-Bit-Minicomputer, die aber preisgünstig genug waren um für die Durchführung eines Forschungsprojektes am Platz des Datenanfalls bereitzustehen. Jedoch auch hier erzeugte die weiter rasch steigende Menge an Daten den Wunsch nach mehr Bedienungskomfort und eine sichere Datenverwaltung. Die für diesen Zweck geschaffenen Betriebssysteme brachten zwar den gewünschten Komfort, belasteten diese 16-Bit-Minis aber so stark, daß der Wunsch nach höherer Leistung der Hardware stark zunahm. Der logische Schritt für die Anbieter von Minis war daher der Einstieg in 32-Bit-Systeme. Die Kosten dieser Modelle liegen je nach Ausstattung zwischen 200 000 Mark und 500 000 Mark, was ein stattlicher Betrag ist und somit die Aufstellung in allen Abteilungen einer Firma unwirtschaftlich macht. Dagegen sprechen auch noch andere Gegebenheiten wie mechanische Abmessungen, Anforderungen an die Umgebungsbedingungen und der nötige Aufwand für die Sicherstellung der Verfügbarkeit.

Datenmenge fordert lokale Vorverarbeitung

Gleichzeitig erfordert der immens ansteigende Anfall von Daten in allen Bereichen eines Unternehmens wie Entwicklung, Produktionsplanung, Arbeitsvorbereitung, Produktion, Qualitätssicherung und Versand, die lokale Vorverarbeitung, um einen Datenkollaps zu vermeiden. Das bedeutet aber auch, daß durch die vorkomprimierten Daten die nächsthöhere Datenverarbeitungsstufe kleiner und damit schneller werden kann.

Für diese lokalen Datensysteme, die kleinere Abmessungen haben, mit allen Umgebungsbedingungen einverstanden und einfach zu initialisieren sind, eignet sich ein 32-Bit-Mikroprozessorsystem. Zusammen mit den Betriebssystemen Unix und der Implementierung von (LAN) Protokollen werden jetzt leistungsfähige Mehrbenutzercomputer zu einem Preis, je nach Ausstattung, von 40 000 Mark bis 80 000 Mark ermöglicht.

Insofern wird der 32-Bit-Mikrocomputer sich einen neuen und schnell expedierenden Markt erschließen, wobei die 32-Bit-Minis aufgrund der vorkomprimierten Daten und steigender eigener Leistungsfähigkeit durchaus Aufgaben der bisherigen Großrechner übernehmen werden.

Uwe Krause ist Produkt Marketing Manager der National Semiconductor GmbH, Fürstenfeldbruch.