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12.10.1979 - 

Firmenchef ist sein eigener DV-Leiter:

Lomac-Rechner verstehen Deutsch

MÜNCHEN (CW) - Der Leiter eines kleineren Unternehmens ist als intimer Kenner seines Betriebes auch am besten befähigt, Programme zu erstellen. Auf diese Philosophie setzt Logical Machines (Sunnyvale), seit 1973 mit dem Datenverarbeitungssystem "Adam" auf dem Markt und seit Juli '78 durch Logical Machine Deutschland GmbH (Düsseldorf) in der Bundesrepublik vertreten. Die drei Rechnerversionen "Adam", "Tina" und - als Neuvorstellung in München - "Adam zwei" sind nach Aussagen von Lomac-Schulungsleiter Klaus-Peter Niehaus in 22 Landessprachen und ohne besondere EDV-Kenntnisse programmierbar, so daß der Einkauf von Software und DV-Personal als Folge der Anschaffung eines Rechners entfällt.

Die Systeme bestehen jeweils aus Bildschirm mit beweglicher Tastatur, Disketten- beziehungsweise Plattenspeicher, dem Sprachenprozessor und Drucker.

Bisher - so Niehaus - seien in der Bundesrepublik etwa 130 Maschinen des Types Tina und rund 60 vom Typ Adam ausgeliefert. Bis zum Jahresende erwartet Niehaus die Installation von insgesamt 200 Tinas und 100 Adams. Der Preis für den größeren "Adam zwei" liegt bei 59 500 Mark. Das Modell Tina kostet 38 520 Mark. Schulung und Vertrieb erfolgt über den Büromaschinenfachhandel, der sich auch um den Hard-und Softwareservice kümmert. Kostenlos mit der Hardware - so die Mitteilung des Herstellers - liefert Lomac Programme für die Lohn- und Gehalts- sowie die Finanzbuchhaltung. Für Änderungen des Anwenders oder neue Benutzerprogramme steht angeblich eine Liste von 45 Anweisungen zur Verfügung; im Dialog mit dem Programmierer verfügt der Rechner über rund 1200 Phrasen und Worte. Sie sind auf einer Diskette in Landessprache gespeichert. Ein Interpreter überträgt sie in die Maschinensprache.

"In den Griff bekommen haben wir die Sache noch nicht", berichtet Hindrik Blochma von der gleichnamigen Metallwarenfabrik in Kronbach, seit Juli dieses Jahres Besitzer eines Adam. Erstellt seien Programme für Arbeitsvorbereitung und Auftragsbestätigung, die Lohnbuchhaltung solle in Angriff genommen werden.

Kurt Goetz, Mitarbeiter von Immobilien Hildebrand (Stuttgart), bereitete die Einarbeitung in das Adam-System wegen seines Informatikstudiums keine Schwierigkeiten. Auch für seine Kolleginnen hat eine einwöchige Einweisung genügt. Die gesamte Buchhaltung, die interne Baustellenabrechnung und die Mietereinnahmen laufen ebenso über den Rechner wie Hausverwaltung und Finanzierungsprogramme.

Die befragten Anwender berichten übereinstimmend, sie schöpften die Möglichkeiten der Anlage gegenwärtig nicht voll aus. Fredis Feiertag, Inhaberin eines Datenerfassungsbüros im Stuttgarter Raum beziffert die durch Adam erzielte Rentabilitätssteigerung auf 30 Prozent gegenüber dem bis Januar eingesetzten Klarschrift-Druckerverfahren (IBM).