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28.06.1996 - 

Bessere Anbindung an Transaktionssysteme geplant

Lotus baut Notes zur Web-Plattform aus

Auf der PC-Expo kündigte die IBM-Tochter "Domino II" an, mit der sie das Groupware-Produkt noch offensiver als Publishing- System für das Internet und Intranets positioniert. Hinter der geplanten Software verbirgt sich ein Web-Server, der Anfang 1998 zeitgleich mit Notes 5.0 auf den Markt kommen soll und für E-Mail, Verzeichnisdienste und Sicherheit ausschließlich Internet- Standards benutzen wird. Dabei verspricht Lotus, daß Domino II die volle Funktionalität von Notes anbieten kann. Für Notes-Anwender dürfte vor allem die Berücksichtigung von Mail-Protokollen wie SMTP, POP 3 und IMAP 4 interessant sein, da sie zukünftig Gateways für den Informationaustausch mit dem Internet überflüssig machen. Ebenfalls eingeplant ist das Lightweight Directory Access Protocol (LDAP), das sich als Standard für Verzeichnisdienste im Internet etablieren dürfte. Außerdem schickt sich Lotus nun an, mit der Web-basierten Version von Notes auch den Corba-Standard zu unterstützen. Bisher tat sich die IBM-Tochter als Anhänger von Microsofts proprietärer, OLE-basierter Active-X-Technologie hervor.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern richtet sich dieser Vorstoß vor allem gegen Netscapes Suitespot-Server und gegen geplante Internet-Funktionen in Microsofts "Back Office".

Analysten von IDC bewerten das in Entwicklung befindliche Lotus- System als das am besten integrierte Angebot für unternehmensweite, Web-basierte Lösungen für Handel und Informationsaustausch. Gegenüber konkurrierenden Intranet-Lösungen glänzt Notes schon heute mit den besten Replikationsfähigkeiten und Sicherheitsfunktionen.

Wenn man einer Studie der Input Inc. glauben darf, dann tut Lotus gut daran, energisch auf die Intranet-Herausforderung zu reagieren: Demnach werden Intranet-basierte Groupware-Lösungen in spätestens zwei Jahren bereits halb so viele Benutzer aufweisen wie Lotus Notes und bis Ende des Jahrtausends dieses überholt haben.

Die Notes-Strategie von Lotus will außerdem die Position des Groupware-Produkts als Plattform für unternehmensweite Client- Server-Anwendungen festigen. Vor allem Großkunden unter den bestehenden Notes-Anwendern kommen die Erweiterungen entgegen, mit denen Daten aus Altanwendungen in die Groupware integriert werden können. Die meisten dieser Module werden in Form von "Lotus Script Extensions" (LSX) ausgeliefert.

Dazu gehört eine Anbindung an die IBM-Middleware "MQ Series", die die nahtlose Integration von Notes mit transaktionsbasierten Systemen erlauben soll.

"Lotus Script: Data Object" macht es Notes-Clients und -Servern möglich, Daten aus beliebigen, ODBC-kompatiblen relationalen Datenbanken zu lesen und zu schreiben. Für Oracles SQL Server sieht Lotus mit dem "Oracle LSX" den Zugriff über den nativen Treiber "SQL*Net" vor. Umgekehrt bietet Notes den Zugriff auf seine Datenbestände nun mit der Version 2.0 des ODBC-Treibers "Notes SQL" an. Diesen gibt es für 16- und 32-Bit-Windows sowie OS/2 Warp.

Ebenfalls ein Update erhältlich ist vom Notes-Zusatzprodukt "Notes Pump". Die Version 2 des Server-basierten Tools gewährleistet nun, daß Daten zwischen Notes- und relationalen Datenbanken synchronsiert bleiben. Aufgrund einer direkten Unterstützung für IBMs DB2 kann Notes Pump Informationen aus der SQL-Datenbank auf alle von IBM unterstützten Plattformen replizieren.