Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Joint-Development-Vereinbarung mit Sun trägt Früchte


09.02.1990 - 

Lotus bietet 1-2-3-Version für die Unix-Rechner von Sun

DÜSSELDORF (CW) - Die Lotus Development Corp. hat ihre MS-DOS-Software 1-2-3 auf die Unix-Rechner 386i, Sparcstation und die Serie 3 von Sun Microsystems portiert. Die Version "1-2-3/U" bietet neben verbesserten Spreadsheet-Fähigkeiten des Release 3.0 erweiterte Datenbank-, Analyse- und Grafikfunktionen.

Die Ankündigung des Unix-1-2-3 ist das Resultat eines Joint-Development- und Marketing-Abkommens, das die Lotus Development Corp. und der amerikanische Rechnerhersteller Sun Microsystems im vergangenen Jahr getroffen haben. Die Portierung von Lotus 1-2-3 auf die Sun-Workstations wirft allerdings eine Frage auf: Warum entschied sich Lotus für Suns Unix und nicht für Xenix von Microsoft, das derzeit im Bürosektor das meist verbreitetste Unix-Derivat ist?

Ein Analyst der International Data Corp. begründet die Lotus-Entscheidung so: "Ausschlaggebend für diesen Schritt war im wesentlichen das potentielle Wachstum der Sun-Plattformen. Aus ihrer Sicht gibt gegenwärtig und auch künftig Sun den Ton am Workstation-Markt an." Lotus-Präsident Jim Manzi ist sich sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben: "In puncto Workstations ist Sun und nicht sein Erzrivale, die Digital Equipment Corporation, führend. Folglich richten wir uns auch danach."

Entwickelt wurde die Version 1-2-3/U in Zusammenarbeit von Lotus- und sechs Sun-Ingenieuren. Das auf die Unix-Workstations abgestimmte Programm ermöglicht den externen Datenzugriff und die kundenspezifische Anpassung des Spreadsheets. Zeitgleich können 26 Spreadsheets perspektivisch dargestellt und bearbeitet werden. Nach Auskunft eines Sun-Sprechers stehen dem Benutzer

dafür ein unbegrenzter virtueller Speicher, Batch-Verarbeitung und andere Unix-typische Möglichkeiten zur Verfügung. Gearbeitet wird unter der Benutzeroberfläche "Sunos" und der Fensteroberfläche "Sunview".

Die Benutzerschnittstelle der Unix-Version des 1-2-3 ist identisch mit der des Release 3. Vorhandene Dateien und Makros, die mit den Versionen 1A., 2.01, 2.2 und 3 erstellt wurden, sind austauschbar. Obendrein kann der Anwender die Sun-Netzwerkstandards NFS und PC-NFS nutzen, um auf alle Dateien im Netz zuzugreifen. Diese Kompatibilität gewährleistet, 1-2-3/U-Daten, -Dateien und

-Makros in heterogenen oder gemischten Rechnerumgebungen anzuwenden. Außerdem entfallen Investitionen für die Anwendungsentwicklung und die Ausbildung.

Darüber hinaus hat Lotus sein Softwarepaket "Datalens" dem neuen

1-2-3/U-Programm angepaßt. Dieses Produkt stellt Datenbankanbietern Schnittstellen zu relationalen Datenbankpaketen anderer Hersteller bereit. Ein Toolkit ist im Lieferumfang des Programms enthalten.

Vor kurzem haben Informix, Ingres, Oracle, Sybase und Unify die Entwicklung von "Datalens"-Treibern für die Sunspezifische Lotus-1-2-3-Version zugesagt, berichtet ein Sprecher der deutschen Tochter von Lotus Development. Zudem sei die Bereitstellung eines Add-in-Toolkits geplant, das die Einbindung benutzerdefinierter Funktionen gestattet.

Mit der Auslieferung der US-Version 1-2-3/U für die Sun-Workstations will Lotus im zweiten Quartal beginnen. Der Preis des Programms liegt zwischen 800 und etwa 1700 Mark +