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11.05.1990 - 

Aktionäre fürchten um ihre Rendite

Lotus-Novell-Ehe ist noch nicht unter Dach und Fach

FRAMINGHAM (IDG/vwd) - Lotus und Novell sind noch nicht sicher verbandelt. Dieser Ansicht sind US-Analysten, nachdem kürzlich Novell-Investoren signalisierten, daß sie gegen eine Verbindung mit dem Spreadsheet-Riesen durchaus etwas einzuwenden haben: Die Lotus-Aktien verloren zehn Prozent.

Wie vwd meldet, haben die Novell-Aktionäre bei einem Gericht im amerikanischen Delaware Sammelklage gegen die geplante Fusion eingereicht. Demnach wird den Novell-Direktoren vorgeworfen, das Vertrauen der Investoren mißbraucht zu haben. Die Kläger wollen eine Verfügung erwirken, um den Zusammenschluß zu verhindern.

Beobachtern zufolge sind die Anteilseigner des Netzsoftware-Anbieters nicht mit der zu erwartenden Investitionsrendite zufrieden. Lotus will ihnen 41 Millionen neue Aktien zum Tausch im Verhältis 1,19 zu einer Novell-Aktie anbieten, und Novells derzeitiger Chairman Raymond Noorda steht vor der Aufgabe, die Investoren zu überzeugen, daß ihr Geld in guten Händen landet. Sollte ihm das nicht gelingen, befürchten Analysten, stirbt das für Juli geplante Geschäft.

Analyst David Bayer von Montgomery Securities schätzt die Wachstums-Chancen der zusammengelegten Lotus und Novell allerdings sogar höher ein als die von Novell allein. Gleichwohl, so sieht es John C. Maxwell, Analyst bei Dillon Read & Co., sind die Investoren nicht überzeugt, in einer neuen Company ähnlich rentabel aufgehoben zu sein wie beim High-flyer Novell.

Auch bei Lotus ist Skepsis festzustellen: Maxwell zufolge wird es hier für möglich gehalten, daß die Unternehmens-Ehe schädlich sein könnte; so werden zum Beispiel die unterschiedlichen Größen und Strukturen der beiden Unternehmen als eventuelle Problemquellen gesehen.