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14.08.1992 - 

Beratungskonzern ordert 65000 Lizenzen

Lotus raus, Excel rein: Andersen macht Microsoft am Desktop stark

SAN MATEO (IDG) - Das Rennen um Marktanteile im expandierenden Windows-Segment ist in vollem Gange. Den jüngsten Coup hat Microsoft selbst gelandet: Das Softwarehaus wird voraussichtlich 65000 Lizenzen der Windows-Programme Excel, Word und Powerpoint an den internationalen Beratungskonzern Andersen Consulting liefern.

Zunächst ist geplant, in der Andersen-Gesellschaft Tax Technology Group anstelle des vorhandenen Lotus-Spreadsheets 1-2-3 auf etwa 3000 PCs das Pendant Excel von Microsoft zu installieren. Als nächster Schritt, so verlautet aus unternehmensnahen Quellen, soll auch im gesamten Unternehmen die Tabellenkalkulation von Microsoft eingeführt werden. Da andere Divisionen von Andersen Consulting bereits seit, Jahren mit einem Softwarepaket, bestehend aus Excel, Word und Powerpoint, arbeiten, erwarten lnsider, daß die Microsoft-Produkte schon bald zum unternehmensweiten Standard werden.

Lotus dagegen scheint beim Kampf um Anteile am Windows-Softwaremarkt Federn zu lassen. Vor wenigen Wochen hatte bereits der Beratungskonzern Price Waterhouse wegen der günstigeren Konditionen die Pferde gewechselt und 25000 Lizenzen des Spreadsheets Quattro-Pro von Borland International erworben. Dort wird die Tabellenkalkulation Lotus 1-2-3 wie voraussichtlich auch bei Andersen Consulting über kurz oder lang ausgemustert (siehe auch CW Nr. 31 vom 31. Juli 1992, Seite 6). Bei beiden Unternehmen liegt Lotus allerdings mit dem Groupware-Produkt Notes sehr gut im Rennen.

Branchenkenner erwarten, daß die hohe Akzeptanz der Windows-Oberfläche beim Anwender neue Verhältnisse im Softwaremarkt schaffen wird. Weil viele Unternehmen ihre komplette Desktop-Landschaft auswechseln, ist der Bedarf an grafikfähiger Software größer denn je. Aus der Konkurrenzsituation unter den Herstellern ergeben sich Vorteile für den Anwender. So dürfen eine faire Lizenzpolitik, Zugeständnisse bei der Softwarewartung und deftige Preisnachlässe erwartet werden.