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10.05.1996 - 

Verfügbarkeit ab Mitte 1996

Lotus stellt sich mit Notes 4.2 der Internet-Herausforderung

Traditionelle Groupware-Produkte und Dokument-Datenbanken verfügen über die meisten der Funktionen, die für die Web-Plattform erst entwickelt werden. Sie setzen aber auf der Client-Seite proprietäre Software voraus. Entsprechend kreuzen sich die Ambitionen beider Gruppen: Die einen bemühen sich um zusätzliche Funktionalität hinter dem Web-Server, die anderen implementieren Standardprotokolle in Richtung Client.

Bei Notes ist das Zusatzprodukt "Internotes Web-Publishers" der Dreh- und Angelpunkt für die Öffnung Richtung WWW. Er funktioniert bisher allerdings nur in Zusammenarbeit mit einem extra zu erwerbenden Web-Server. Mit diesem Notes-Add-on konnten schon Anwender der Version 3 Daten aus der Notes-Datenbank an Web-Clients exportieren. Dafür knöpfte ihnen freilich die IBM-Tochter 7500 Dollar ab, der Funktionsumfang war relativ bescheiden. Die Version 2.1 des Moduls zur Web-Anbindung soll für Anwender von Notes 4 kostenlos sein.

Auf der IBM Technical Interchange im amerikanischen Nashville kündigte John Landry, Strategic Technology Consultant bei der IBM, unter dem Codenamen "Domino" Notes 4.2 für Mitte des Jahres an. Es soll vor allem als Entwicklungsumgebung für verteilte Internet-Anwendungen attraktiver sein. Dazu verschmilzt Lotus den IBM-Web- mit dem Notes-Server. Der Export von Notes-Daten in das HTML-Format erfolgt dann nicht mehr im Batch-Modus, sondern online.

Web-Clients können Einfüge-, Lösch- und Änderungsoperationen direkt an Notes-Datenbanken vornehmen. Außerdem verspricht der Hersteller View-Updates, Updates bei Volltextsuche und Datenbank-Makrosupport in Echtzeit.

Die Darstellung von expandierbaren Outline-Ansichten innerhalb herkömmlicher Notes-Clients soll für Web-Browser durch die Benutzung von Netscapes "Frames" nachempfunden werden. Ebenfalls geplant sind die Unterstützung von Java und Microsofts OLE-basiertem "Active X".