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28.10.1994

Lotus und Borland auf dem absteigenden Ast Quartalsende: US-Softwerker zwischen Hoffen und Bangen

MUENCHEN (CW/IDG) - Die grossen amerikanischen Softwarehaeuser erzielten im dritten Quartal des laufenden Jahres hoechst unterschiedliche Ergebnisse. Sie reichen von einer 76prozentigen Profitsteigerung bei Sybase bis zu einem Gewinnrueckgang von 88 Prozent bei Borland.

Wie gehabt zweistellig waechst die Microsoft Corp. im ersten Quartal des neuen Fiskaljahres 1995. Der Umsatz des Redmonder Unternehmens belief sich auf 1,25 Milliarden Dollar - 27 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Nettogewinn lag mit 316 Millionen Dollar um 32 Prozent ueber dem des ersten Quartals 1994.

Microsoft-Finanzchef Mike Brown fuehrt die Ergebnisse sowohl auf den anhaltenden Erfolg von Windows als auch auf die weiter wachsende Nachfrage nach dem Bestseller Office zurueck. Mit Applikationen generierte die Gates-Company 60 Prozent, mit Systemsoftware 36 Prozent und mit Hardware vier Prozent des Umsatzes. Allerdings sorgen sich Analysten darum, ob das Unternehmen das Wachstumstempo beibehalten kann.

Die Lotus Corp., einstmals die Nummer zwei im Software-Business, wurde dagegen den Erwartungen der Analysten nicht gerecht. Der Notes-Hersteller wies fuer das dritte Quartal des Geschaeftsjahres nicht nur einen Nettoverlust von 66,4 Millionen Dollar aus, sondern bei Erloesen von 235,6 Millionen Dollar auch einen zweiprozentigen Umsatzrueckgang. Der Betriebsgewinn sank im dritten Jahresabschnitt um 60 Prozent auf 7,3 Millionen Dollar. Der Fehlbetrag entstand durch eine Sonderbelastung in Hoehe von knapp 76 Millionen Dollar. Darin enthalten sind die Kosten fuer die Akquisitionen von Softswitch und Edge Research sowie neun Millionen Dollar fuer die Restrukturierung des Europageschaefts. Diese brachte ausserdem 100 Mitarbeiter um ihren Job.

Nach neun Monaten belaufen sich die Verluste inklusive der ausserordentlichen Belastungen auf 35,3 Millionen Dollar. Im vergangenen Jahr sah die Bilanz nach drei Quartalen mit einem Profit von 25,9 Millionen Dollar noch erheblich besser aus. Nach eigenen Angaben generieren die Softwerker mit ihren Kommunikationsprodukten inzwischen rund ein Drittel der Gesamterloese. Ihr Absatz habe in den ersten neun Monaten 1994 um 72 Prozent zugenommen.

Noch schlechter sind die Resultate der Borland International Inc. In seinem zweiten Quartal bilanzierte das Unternehmen mit 350000 Dollar 88 Prozent weniger Gewinn als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Umsatz sank um 26,4 Millionen auf 81,3 Millionen Dollar. Analysten bezeichneten den Absatz von Dbase fuer Windows, dem westentlichen Hoffungstraeger fuer Borland, allerdings als bisher "nicht beeindruckend". Fuer die nahe Zukunft sehen sie keine grossen Umsatzsteigerungen.

Um mehr als die Haelfte schossen die Einnahmen der Sybase Inc. nach oben. Im dritten Quartal legten die Erloese gegenueber dem Vorjahresabschnitt um 63 Prozent auf 183 Millionen Dollar zu. Das Nettoeinkommen lag mit 19 Millionen Dollar um 76 Prozent ueber dem Wert des dritten Quartals 1993. Nach neun Monaten belaeuft sich der Umsatz auf 479 Millionen Dollar (plus 66 Prozent), und der Profit auf 47 Millionen Dollar (plus 77 Prozent).