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30.09.1994

Lotus und Oracle ziehen an einem Strang Microsofts Back-Office-Plan provoziert Workgroup-Allianz

REDWOOD CITY (CW) - Die DV-Industrie gegen Microsoft - an einem neuen Kapitel dieser unendlichen Geschichte schreiben zur Zeit Oracle und Lotus. Obwohl die Anbieter gegeneinander konkurrieren, wollen sie ihre wichtigsten Softwareprodukte zu einer durchgaengigen Loesung zusammenfuegen.

Die Softwerker haben eine Allianz geschlossen, bei der Oracles neu angekuendigte Multimedia-Server-Produktpalette mit dem Marktfuehrer in Sachen Workgroup-Computing, Lotus Notes, verknuepft werden soll. Der Hintergrund: Wettbewerber Microsoft hat fuer naechstes Jahr ein Softwarepaket namens "Back-Office" angekuendigt, das sich explizit an professionelle Anwender in grossen Unternehmen richtet. Das Paket umfasst Windows NT 3.5, den SQL Server, den SNA Server, den Systems Management Server sowie Microsoft Mail. Das E-Mail-System soll spaeter gegen die Workgroup-Komponente "Microsoft Exchange Server" ausgetauscht werden.

Mit dieser Ankuendigung hatte Bill Gates signalisiert, nach dem Desktop-Markt nun verstaerkt professionelle Anwender mit unternehmensweiten Netzen ansprechen zu wollen. Der Weg an die Spitze fuehrt zweifellos ueber Oracle als groessten Hersteller relationaler Datenbanken und ueber Lotus, den Marktfuehrer im Segment Workgroup-Computing.

Wie das "Wall Street Journal" meldet, wollen die Hersteller bis Ende dieses Jahres ein Produkt entwickeln, mit dem ein Notes- Programm auf Basis der Media-Server-Software von Oracle laufen kann. Damit liessen sich Botschaften, groessere Dokumente und Videoclips ueber E-Mail und elektronisches Bulletin-Board austauschen. Bisher hatte sich Notes mit Techniken fuer die Bearbeitung von Dokumenten und laengeren Videos nicht gerade hervorgetan. Das Problem wurde geloest, indem die Kunden Drittanbieter einschalteten, die ergaenzende Loesungen strickten.

Die Kooperation zwischen den beiden Top-ten-Softwarehaeusern ist brisant: Oracle plant naemlich, unter dem Namen "Documents" noch in diesem Jahr eine eigene Workgroup-Software herauszubringen, die in direkter Konkurrenz zu Notes stehen duerfte.