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16.03.2001 - 

Aktienpreis bei sechs Dollar

Loudcloud geht leiser an die Börse

MÜNCHEN (CW) - Loudcloud, der Infrastruktur-Outsourcer des Netscape-Gründers Marc Andreessen, ist an der Börse mit einem weitaus leiseren Paukenschlag als geplant gelistet worden. Das Unternehmen steht als Beispiel für die tiefe Verunsicherung der Investoren in die New Economy.

Am vergangenen Freitag wurden die Aktien der Internet-Firma zu je sechs Dollar ausgegeben. Sie notierten am Ende des Börsentages bei 6,25 Dollar. Ursprünglich war das Unternehmen von einer Preisspanne zwischen zehn und zwölf Dollar ausgegangen. Immerhin konnte Loudcloud die bei der Anmeldung des Going Public anvisierten 150 Millionen Dollar einnehmen. Jedoch gelang dies nur mit einem erhöhten Ausgabevolumen von 25 Millionen Aktien statt der ursprünglich geplanten zehn Millionen. Marc Andreessen hält einen Anteil von zwölf Prozent an seiner Firma.

Loudcloud wird von den Analysten eher vorsichtig bewertet. Das Unternehmen, das seit der Gründung im Jahr 1999 vom Namen seines Gründers profitieren konnte, muss nun seinen Wert beweisen. Die Tatsache, dass Loudcloud für die ersten neun Monate des vergangenen Geschäftsjahres einen Verlust von 107,6 Millionen Dollar gegenüber Umsätzen von 6,6 Millionen Dollar meldete, trägt nicht dazu bei, Vertrauen in die Aktie zu wecken. Das Unternehmen sicherte sich zwar in den letzten Monaten Verträge mit Großkunden wie Nike, Ford oder Blockbuster, die insgesamt einen Wert von 120 Millionen Dollar haben. Die Tatsache, dass es trotz der allgemein schwierigen Marktlage das Going Public wagte, weist jedoch nach Analystenmeinung darauf hin, dass Mittel für einen bevorstehenden steigenden Kapitalverbrauch dringend nötig sind. "Loudcloud kann sich keinen Fehler leisten", schätzt US-Analyst Frank Gaskins die Situation ein.

Das Klima für IPOs in den USA ist denkbar schlecht geworden. Gingen in den ersten neun Wochen des Jahres 2000 noch 176 Firmen an die Börse, waren es im gleichen Zeitraum dieses Jahres nur noch 20. Nach Loudcloud sind in nächster Zeit keine echten Startups mehr am Start. Auf das Parkett trauen sich das Lucent-Spinoff Agere und KPMG Consulting, traditionelle Firmen sowie Biotechnologie- und Energieunternehmen.