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01.02.1985 - 

Nicht-monetäre Beweggründe erschweren Wirtschaftlichkeitsrechnung:

Low-cost-CAD amortisiert sich in 1,5 Jahren

In Unternehmen, die über eine Konstruktionsabteilung verfügen, verstärkt sich zunehmend die Einsicht, ihren Konstruktionsbereich rationalisieren zu müssen. Dieser Einsicht steht die Unsicherheit im Gebrauch des neuen Mediums CAD gegenüber.

Eine eindeutige Amortisationsrechnung im Bereich CAD gestaltet sich recht schwierig, da die Beweggründe für eine Einführung nicht nur monetärer Art sind. Vielmehr kommen zum eindeutig finanziell eingrenzbaren Faktor der durch Einsatz von CAD zu erzielenden Produktivitätssteigerung weitere Argumente wie gleichmäßige Zeichnungen, verringerte Normenüberwachung, leichte Archivierbarkeit, vereinfachter Änderungsdienst, Weiterverwendung der Daten zum Beispiel zur NC-Steuerung oder zur Kalkulation, Prestige oder Angst vor technischem Rückstand. Einige dieser Punkte seien kurz erläutert.

Produktivitätssteigerung: Durch Verwendung von Teilzeichnungen zum Erstellen neuer Zeichnungen wird sich ein gewisser Standard herausbilden, auf den alle in der Konstruktion tätigen Mitarbeiter gleichermaßen zugreifen können. Diese Standardbaugruppen setzen natürlich der künstlerischen Freiheit des Konstrukteurs Grenzen.

Durch Einsatz geeigneter Normteil-Bibliotheken wird die Normenüberwachung wesentlich reduziert, da hier analog zu den Zeichenschablonen Symbole durch die Eingabe einer Nummer oder eines Namens zur Bezeichnung desselben in die Zeichnung eingebracht werden. Der Vorteil einer Normteilbibliothek gegenüber einer Schablone liegt in der Möglichkeit, wesentlich komplexere Baugruppen auf Knopfdruck zu plazieren, wobei Lage und Maßstab noch voreingestellt werden können.

Für manche Unternehmen bietet sich mit einem CAD-System die Möglichkeit, die Archivierung zu vereinfachen. Bislang wurden hierfür große Schränke gebraucht, um die zu archivierenden Zeichnungen aufbewahren zu können, oder die Zeichnungen wurden mikroverfilmt. Hier bietet sich die Möglichkeit, Daten auf Magnetband dauerhaft und platzsparend zu speichern.

NC-Steuerung: Für Produktionsbetriebe liegt einer der wesentlichen Vorteile von CAD in der Weiterverarbeitung der durch die Konstruktion entwickelten Geometrien zur Steuerung der NC-Maschinen. Aufwendige und zeitraubende, dadurch teure Programmierzeiten, die zudem Probeläufe erfordern, können verkürzt werden, wenn aufgrund der vorhandenen Geometriedaten über Postprozessoren die Steuer- und Weginformationen generiert werden. Durch Einsatz von Postprozessoren wird eine flexible Ausnutzung des vorhandenen Maschinenparkes gewährleistet.

Amartisationsrechnung: Um etwas von den theoretischen Betrachtungen abzurücken, soll hier eine Beispielrechnung durchgeführt werden, die auf folgende Basisdaten zurückgreift: Investitionen für Hard- und Software in der Größenordnung von rund 41 000 Mark. Darin sind Rechner, Digitizer, A3-Plotter sowie die CAD-Software enthalten.

Pro Mitarbeiter wird ein Stundensatz von 60 Mark bei durchschnittlich 1600 Stunden pro Jahr angesetzt. Die reine Zeichentätigkeit wird mit 80 Prozent angenommen und als Beschleunigungsfaktor (Produktivitätssteigerung) mit einem CAD-System zunächst 35 Prozent zugrunde gelegt.

Dieter Klees, Lunzer + Partner GmbH, Maintal-Bischofsheim