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LS Training ist insolvent

03.05.2005
Die ehemalige Siemens-Trainingstochter, einer der größten IT-Schulungsanbieter, steht vor dem Aus.

Nachdem zu Beginn des Jahres das größte unabhängige IT-Trainingsinstitut CDI Konkurs anmeldete, hat es nun auch seinen renommierten Wettbewerber LS Training and Services erwischt. Das Unternehmen hat ein Insolvenzverfahren eingeleitet. In einem Brief an die Mitarbeiter teilt die Geschäftsführung mit, dass mit sofortiger Wirkung keine Gehälter mehr gezahlt werden.

Stephan Sticher, Inhaber der österreichischen Bit-Gruppe, die LS Training im vergangenen Herbst von Siemens Business Services erwarb, führt die Insolvenz auf die starken Umsatzeinbrüche zu Jahresbeginn zurück. Spätestens mit Inkrafttreten der Hartz-IV-Gesetze sei der staatlich geförderte Schulungsmarkt zusammengebrochen.

"Mit so einem radikalen Schnitt hatten wir nicht gerechnet", bekennt der Besitzer des größten österreichischen IT-Bildungsanbieters. Über die Zukunft des Unternehmens mochte man sich in Graz noch nicht äußern: "Wir haben ein Konzept in der Tasche, wollen aber die Entscheidungen der Insolvenzverwalterin abwarten."

Die Insolvenzverwalterin Barbara Beutler aus München möchte die aktuelle Lage bei LS nicht kommentieren und ist eigenen Angaben zufolge an einer schnellen Lösung interessiert. Man versuche, den Betrieb aufrechtzuerhalten und eine gute Sanierung hinzubekommen.

Weniger zuversichtlich sind dagegen die Betriebsräte und Gewerkschaften, die mit der Eröffnung des Konkursverfahrens rechnen. "Der Schock, nun offenbar der endgültigen Abwicklung entgegenzusehen, kommt für die rund 110 Betroffenen aus heiterem Himmel", heißt es in einer Erklärung der IG Metall München. Auch Lieferanten äußern sich verärgert. Nachdem LS in den letzten Monaten das Zahlungsziel auf 60 Tage heraufgesetzt hatte, bleiben jetzt wohl die noch offenen Rechnungen unbezahlt. (hk)