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22.03.1991 - 

Kostensparmaßnahmen geplant

LSI Logic weist auch für 1990 Verlust aus

MILPITAS/KALIFORNIEN (CW) - Nicht aus den roten Zahlen kommt der amerikanische Halbleiter-Produzent LSI Logic. Mit Umstrukturierungsmaßnahmen will das Unternehmen nun seine Bilanz aufpolieren.

Für das Geschäftsjahr 1990 mußte LSI Logic bei einem Umsatz von 655 (Vorjahr: 547) Millionen Dollar einen Verlust von 33 (25) Millionen Dollar ausweisen. Dazu trug vor allem das vierte Quartal bei, für das eine einmalige Belastung von 44 Millionen Dollar anfiel, so daß für diesen Zeitraum insgesamt ein Fehlbetrag von 45, 5 Millionen Dollar zustande kam.

Umsatzmäßig allerdings erreichten die Kalifornier nach eigenem Bekunden ein Rekordergebnis. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal stiegen die Einnahmen um 33 Prozent von 138 auf 184 Millionen Dollar.

Wie von LSI Logic verlautete, wurden die Sonderaufwendungen im vierten Quartal vor allem für die Umorganisation einer Fertigungsstätte in Großbritannien notwendig. Wurden dort bislang HCMOS-Wafer in großer Stückzahl produziert, so stellten die Kalifornier nunmehr auf die Herstellung kleiner Stückzahlen von Analog- und Digitalschaltungen in BIC-MOS-Technologie um. Hinzu kam die Umwandlung des Werkes in eine technische Support-Einrichtung.

Negativen Einfluß, so LSI Logic-Chairman Wilfred J. Corrigan, habe aber auch das Grafikkarten-Geschäft gehabt. Dem durch Preisentwicklung und Produktionskosten entstandenen Druck auf diesen Sektor wollen die Kalifornier nun durch eine Reduzierung ihres Grafikkarten-Engagements entgegentreten. Zukünftig sollen Vertragshersteller im Fernen Osten die Karten für den OEM-Vertrieb produzieren.

Kostensenkende Maßnahmen plant der Halbleiter-Hersteller auch für die Tochtergesellschaft Headland Technology. Wie verlautete, soll das Unternehmen die Fertigung von Grafikkarten aufgeben. Kontakte zu Vertragsherstellern seien bereits aufgenommen worden. Diese sollen den Vertrieb an Abnehmer übernehmen.