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24.04.1987 - 

IBM präsentierte US-Analysten das SAA-Konzept

LU 6.2-Produkte spielen die erste Geige

RALEIGH (CWN) - Ausblicke auf ihre künftige SAA-Strategie vermittelte jetzt die IBM einem ausgewählten Kreis amerikanischer Marktforscher. Allerdings: Wann die ersten Schlüsselprodukte im Rahmen der Systems Application Architecture kommerziell verfügbar sein werden, gab Big Blue noch nicht bekannt.

Zentrales Thema auf dem Meeting in Raleigh/North Carolina war die Möglichkeit, die verteilten Architekturkonzepte von IBM mit Hilfe der Systems Application Architecture unter einen Hut zu bringen. Wie ein Sprecher des Marktführers mitteilte, wird eine erweiterte Version der Extended Communication Facility (ECF) eine der Hauptkomponenten im SAA-Schema sein.

Diese Funktion soll auf der obersten Ebene eines verteilten Systems aufsetzen. Auf dem nächsten Level sind Document Interchange Architecture, Systems Network Architecture Distributed Services (SNADS) und Distributed Data Management (DDM) angesiedelt. Unterhalb dieser beiden Ebenen laufen die Kommunikationsprotokolle LU6.2 und PU2.1. Dem Vernehmen nach bildet diese Produktgruppe auch die Kommunikationsbasis für das noch in der Entwicklung befindliche verteilte Datenbank-Management-System "RStar" des Marktführers. Wann die neue ECF-Version freigegeben werden soll, teilte IBM allerdings noch nicht mit.

Im Rahmen des verteilten Architekturkonzepts von Big Blue werden nach Ansicht amerikanischer Branchenkenner voraussichtlich Produkte auf LU6.2-Basis eine entscheidende Rolle spielen. ECF in seiner erweiterten Form und DDM, so heißt es weiter, dürften immer mehr an Bedeutung gewinnen, während das für PCs ausgelegte LAN-System "Netbios" ins Abseits gerate. Nach Worten von IBM-Systemmanager Robert Steen sieht der Marktführer sein Token-Ring-Konzept sowie PC Network als Schlüsselprodukte seiner künftigen Strategie an. Big Blue rechne jedoch gleichzeitig damit, daß die meisten PC-User eine Umstellung auf LU6.2-basierte Kommunikationssoftware erwägten.

Inoffiziell äußerten sich IBM-Repräsentanten gegenüber den Konferenzteilnehmern auch zu Erweiterungen bestehender LU6.2-Produkte. PU2.1 und LU6.2 sollen beispielsweise in VTAM implementiert werden, um 370-Hosts in die Lage zu versetzen, als Knoten in dem LU6.2-basierten System "Advanced Peer-to-Peer Networking" zu fungieren. Ferner werde SNADS über Office-Automation-Anwendungen hinaus auch für andere Systemapplikationen verfügbar gemacht.

Herbe Kritik übten viele der auf dem Meeting anwesenden Marktbeobachter daran, daß Big Blue keinen Zeitrahmen für die kommerzielle Freigabe der ersten SAA-Produkte absteckt. Dazu Claire Fleig, Senior Research Director bei der International Technology Group: "Die IBM hat jetzt bekanntgegeben, was sie zu tun beabsichtigt. Jetzt wollen wir wissen, wann mit Produkten zu rechnen ist."