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04.02.2000 - 

Kauf von Chiphersteller Agere angekündigt

Lucent schiebt Schuld für Ergebniseinbruch auf Y2K

NEW YORK (IDG) - Einen Gewinneinbruch muss Lucent für das erste Quartal des Fiskaljahrs 2000 hinnehmen. Wegen des kritischen Datumswechsels hätten Kunden Kaufentscheidungen hinausgeschoben. Auch habe man die starke Nachfrage bei optischen Netzwerken unterschätzt.

Am 6. Januar hatte Lucent bereits eine Gewinnwarnung ausgegeben. Der Ertrag je Aktie werde sich im ersten Quartal (Ende: 31. Dezember 1999) voraussichtlich nur auf 36 bis 39 Cent je Aktie belaufen. Finanzanalysten waren davor von einem Gewinn von 54 Cent pro Aktie ausgegegangen. Vor diesem Hintergrund sind die jetzt vorgelegten Zahlen ernüchternd: Mit einem Rückgang des Nettogewinns von 1,52 Milliarden Dollar im gleichen Quartal des Vorjahres auf rund 1,2 Milliarden Dollar (36 Cent pro Aktie) liegt das Unternehmen am untersten Ende der noch zu Jahresbeginn angepeilten Skala. Der Umsatz stagniert mit 9,9 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahr (9,84 Milliarden Dollar). Zum Vergleich: Das Geschäftsjahr 1998 brachte dem Hersteller ein Umsatzplus von 20 Prozent.

Ein aufgrund des Datumswechsels verändertes Kaufverhalten der Kunden, aber auch mangelnde Produktionskapazitäten für Produkte im Bereich der optischen Datenübertragung sollen Schuld sein an dem Einbruch. Lucent-Boss Richard McGinn gibt sich jedoch zuversichtlich, dass die Schwierigkeiten bis zum Ende des zweiten Quartals des Geschäftsjahres überwunden werden können.

Bislang konnte Lucent stets mit nahezu makellosen Geschäftszahlen aufwarten. So hatte der Konzern das am 30. September beendete Fiskaljahr 1999 mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis abgeschlossen: 3,83 Milliarden Dollar Reingewinn konnte Lucent den Aktionären melden, die eine Jahresdividende von 1,20 Dollar pro Anteilschein erhielten.

Trotz des enttäuschenden Ergebnisses expandiert Lucent weiter. Für etwa 415 Millionen Dollar in Aktien kauft der ursprünglich im TK-Bereich beheimatete Konzern den texanischen Anbieter Agere, der auf programmierbare Netzwerkchips spezialisiert ist.