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02.05.1997 - 

Neuer Access Point für Wireless LAN

Lucent Technologies will im deutschen Networking-Markt Fuß fassen

Die Company aus Murray Hill, New Jersey, hat aus der Not der Internet-Service-Provider eine Tugend gemacht. Lucent reagierte mit einem modifizierten und leistungsstärkeren Switch-Angebot rasch auf die Bandbreitennöte der Carrier sowie Provider und erntet nun durch ein profitables Quartal die Früchte. Die Amerikaner setzten in den ersten drei Monaten des Jahres 5,149 Milliarden Dollar um, das entspricht einer Umsatzsteigerung von 12,5 Prozent. Der Gewinn belief sich auf 66 Millionen Dollar. Im gleichen Zeitraum des letzten Jahres hatte Lucent bei einem Umsatz von 4,577 Milliarden Dollar noch einen Verlust von 103 Millionen Dollar geschrieben.

Für Lucent hat sich damit eine Strategie bezahlt gemacht - nämlich den Daten- und Sprachverkehr in den durch die Fax- sowie Web-Nutzung überlasteten Netzen zu entzerren und Lösungen für öffentliche Netze wie auch das Internet aus einer Hand anzubieten. Den weiteren Erfolg in diesem Markt soll jetzt die neu entwickelte "Access Interface Unit" (AIU) für die Switch-Serie "5ESS" sicherstellen. Die AIU filtert den Datenverkehr in der Vermittlungseinheit aus und leitet ihn auf gesonderte Netze um. Dadurch werden die Engpässe beseitigt, die den Netzbetreibern durch den Fax- und Internet-Boom im Sprachnetz entstehen.

Die Gewinne kommen allerdings nicht allein aus dem Business mit Service-Providern. "Unser Kerngeschäft ist nach wie vor das LAN", weist André Paternak, Regional Marketing Manager bei Lucent Deutschland, auf das breite Spektrum der Company hin, die ihre Wiege in den Bell Labratories hat.

Unternehmen brauchen Hilfe beim Netzaufbau

Neu im LAN-Segment ist "Wavepoint II", ein Zugangsknoten, der aufgrund seines modularen Aufbaus die drahtlose Verbindung von PC-Netzen und Anbindung von Stand-alone-Systemen flexibler gestalten und die Serie "Wavelan" abrunden soll.

Wavepoint läßt sich mit Hilfe des Windows-basierten "Wavemanager" via LAN konfigurieren und verwalten. Das Gerät ist mit zwei PCMCIA-Slots versehen und kann laut Hersteller auf neue Standards wie 802.11 umgerüstet werden. Lucent gibt die Übertragungsrate des Systems mit 180 KB/s an.

Trotz des breiten Angebotsspektrums, das von Ethernet- und Token-Ring-Komponenten, Wireless LANs über ATM-Switches, Verkabelungskomponeten - darunter eine Lösung, die 622 Mbit/s über Kupferkabel ermöglicht - bis hin zu den besagten WAN-Knoten reicht, spielt Lucent im deutschen Markt noch kaum eine Rolle.

"Wir sind am unbekanntesten", räumt Paternak das Manko hierzulande ein und sieht dafür einen wesentlichen Grund darin, daß AT&T den deutschen Markt zu spät entdeckt hat. Der Manager erkennt allerdings gute Chancen, das Defizit rasch wettzumachen. Neben dem ganzheitlichen Produktansatz soll dazu das Angebot beitragen, Kommunikationsinfrastrukturen aus einer Hand zu planen, aufzubauen, in Betrieb zu nehmen sowie zu betreuen. Potential für dieses Geschäft ist nach Ansicht von Paternak ausreichend vorhanden, weil die Unternehmen angesichts der Komplexität der Systeme und Netze allein überfordert seien.