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29.08.1986

Ludwigshafener basteln an deutschem Anti-lBM-Konglomerat:BASF-Datentechnik gliedert PCM-Vertrieb aus

LUDWIGSHAFEN (rs) - Einen Teil ihres Bereiches Datentechnik wird die BASF in eine juristisch selbständige Gesellschaft ausgliedern. Damit erhält die Spekulation um die bevorstehende Gründung einer gemeinsamen PCM-Tochter von BASF und Siemens neue Nahrung (siehe auch Kolumne. Seite 9).

"Die Neugründung", so der BASF-Original-Text, "schafft ... die notwendigen gesellschaftsrechtlichen Voraussetzungen für Kooperationen mit anderen Unternehmen. "Weiter heißt es: "So werden die mit der Siemens AG über eine Zusammenarbeit bei kompatiblen Systemen geführten Gespräche fortgesetzt."

Während sich Siemens, was die Beteiligung an einer deutschen PCM-Gruppe betrifft, nach wie vor bedeckt hält, hat der Chemie-Gigant mit der Auslagerung der DV-Sparte ein deutliches Angebot in dieser Richtung gemacht. In das eigene Tochterunternehmen wird die BASF das gesamte Geschäft mit IBM-kompatiblen Geräten überführen. Im Mutterunternehmen verbleibt dagegen der äußerst lukrative Teil der Speichermedien sowie das OEM-Geschäft mit Floppy- und kleinen Winchesterlaufwerken.

Mit dieser weltweit gültigen Organisationsänderung soll der Bereich Großrechner und Peripherie stärker "auf die speziellen Anforderungen des EDV-Marktes" ausgerichtet werden. In der Vergangenheit hatten beispielsweise die unterschiedlichen Entlohnungssysteme bei Chemie auf der einen und EDV auf der anderen Seite immer mal wieder für Unruhe gesorgt. Ferner erhoffen sich die Datentechnik-Manager durch eine stärkere Zentralisierung eine straffere Führung im Unternehmen. Die neue Tochter soll "so bald wie möglich, vielleicht zum 1.1.87" ihre Geschäfte aufnehmen. Je 400 Mitarbeiter aus dem In- und Ausland werden die Basis-Belegschaft bilden.

Nach BASF-Angaben betrug der Umsatz mit "EDV-Geräten" im vergangenen Jahr rund 600 Millionen Mark nach 430 Millionen in 1984.