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Luenendonk-Liste 1993 Fuer deutsche Softwerker brechen harte Zeiten an

17.06.1994

MUENCHEN (qua) - Mit einem Umsatzplus von nur 5,6 Prozent musste die heimische Software-Industrie 1993 ihr bislang magerstes Jahr meistern. Zwar weisen die ersten 25 Unternehmen der aktuellen "Luenendonk-Liste" ein durchschnittliches Wachstum von 14 Prozent aus, doch wird dieser Wert durch Ausreisser wie Microsoft (30,7 Prozent), SAP (24,6 Prozent) und Oracle (22,9 Prozent) beeinflusst.

Rund 22,3 Milliarden Mark gaben die deutschen Anwenderunternehmen im vergangenen Jahr fuer Softwareprodukte, -loesungen und -beratung aus, also nur 1,2 Milliarden Mark mehr als 1992. Nach Ansicht von Marktforschern und Branchenverbaenden wird auch 1994 der Branche keine nennenswert hoeheren Steigerungsraten bescheren.

Wie schon seit 20 Jahren hat das Redaktionsbuero Luenendonk, ab sofort mit Sitz in Muenchen, auch heuer wieder die Absatz- und Mitarbeiterzahlen der deutschen beziehungsweise hierzulande vertretenen Software-Unternehmen zusammengetragen. Angefuehrt wird die Liste der umsatzstaerksten Anbieter auf dem heimischen Software- und Beratungsmarkt erwartungsgemaess von der SAP AG, Walldorf - diesmal mit deutlichem Abstand zur Software AG, Darmstadt.

Waehrend die meisten der auf Consulting und Individualsoftware spezialisierten Anbieter - darunter Ploenzke, Alldata, PDV, Integrata, Mummert & Partner sowie VW-Gedas - mit Stagnation oder sogar negativem Wachstum zu kaempfen haben, konnten zwei andere Berater kraeftig zulegen: Die Andersen Consulting GmbH, Sulzbach, erzielte ein Plus von 18,2 Prozent.

Die Coopers und Lybrand Unternehmensberatung GmbH (C&L) mit Sitz in Hamburg wuchs sogar um 24,5 Prozent und schaffte erstmals den Sprung in die Top 25.

Ein weiterer Neuling in der Luenendonk-Liste ist der franzoesische Konzern Sligos, dessen deutsche Tochter die Aktivitaeten von Ikoss, Actis sowie B+S Card Service unter ihrem Dach vereint. Auch die ESG GmbH und die deutsche Oracle-Zentrale feiern Luenendonk- Premiere. Wie Thomas Luenendonk erlaeutert, waren beide Unternehmen in diesem Jahr erstmals bereit, ihre Umsatzzahlen auseinanderzudividieren. Die Deutschland-Toechter von Lotus Development und Borland hingegen haetten die Anfragen bislang unbeantwortet gelassen.

Knapp verfehlt haben zwei andere PC-Software-Anbieter den Aufstieg in die Luenendonk-Liga: Platz 26 belegt die Autodesk GmbH, dicht dahinter folgt die KHK Software GmbH.

Im letzten Jahr noch unter den ersten 25, in diesem Jahr nur unter ferner liefen rangieren die AC-Service GmbH, Frankfurt, und die DAT Informationssysteme GmbH, Ratingen. Die MBP GmbH, Dortmund, gehoert mittlerweile zur EDS Deutschland GmbH, die wegen ihres hohen Facilities-Management-Umsatzes aus der Luenendonk-Wertung faellt.

Nachdem die Zahl der Beschaeftigten im Jahr zuvor stagniert hatte, verzeichneten die 25 Topanbieter 1993 wieder acht Prozent mehr Mitarbeiter auf ihren Lohnlisten. Auch der durchschnittliche Umsatz pro Mitarbeiter lag mit 266 000 Mark etwas hoeher als 1992 - teilweise verursacht durch die exorbitanten Pro-Kopf-Umsaetze von Standardsoftware-Anbietern wie SAP, Microsoft, CA, Novell und Oracle.