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26.09.1980 - 

Elektronik-Industrie profitiert von Nato-Plänen:

Luft-Verteidigung an Anglo-Gruppe

LONDON/MÜNCHEN (gr) - Den 100-Millionen-Pfund-Sterling-Auftrag zur Modernisierung des britischen Luftwaffennetzes erhielt ein britisch/amerikanisches Konsortium. Mitglieder sind die beiden Briten Plessey Co. und Marconi sowie der US-Flugzeugbauer Hughes Aircraft. Auch im zivilen Bereich füllen sich die Auftragsbücher der Branche.

Innerhalb von fünf Jahren beabsichtigt das erfolgreiche Konsortium, das unter dem Namen Ukadge Systems (UK/SL) operiert, Bodencomputer und die Netzwerke der britischen Luftwaffe auf den neuesten Stand zu bringen. Betroffen sei der gesamte Bodenbereich.

Ein Teil des Auftrags wird auch der französischen Thomson CSF zukommen. Daß das Konsortium den Zuschlag im Rennen mit 32 weiteren Unternehmen erhielt, führt Emmett Burnet, einer der Konsortialdirektoren, auf die weitreichende Erfahrung der Unternehmen im Verteidigungsbereich zurück.

Ausländische Zivilaufträge

Auch im zivilen Bereich scheint die Urlaubszeit vorbei: Es wird wieder geordert. Der britische Elektrokonzern Ferranti erhielt nach Angaben seiner in Offenbach ansässigen deutschen Tochter einen Auftrag über 4,5 Millionen Mark. Geliefert werden sechs Trägheitsnavigationsplattformen für das Ariane-Programm. Die Cray-Research Inc., Minneapolis, erhielt von der United Computing Systems Inc., Kansas City, einen Leasing-Auftrag für eine Cray-1S. Nach Mitteilung des Herstellers besitzt der Wissenschaftsjumbo einen Verkaufswert von 7,2 Millionen Dollar.

Innerhalb von fünf Jahren soll die Burroughs Business Machines Ltd. Quebecer Schulen mit Computern ausstatten. Nach Angaben des Unternehmens sind Rechner und Peripherie im Wert von 20 Millionen Dollar geordert.

Die algerische Post bedachte die CII-Honeywell Bull mit einem Auftrag über 25 Millionen französischer Francs. Ab Ende 1980 wird der französische Rechnerhersteller eigenen Angaben zufolge drei Großrechner, sieben Minis und etliche Peripherie zum Aufbau eines elektronischen Postscheck-Bearbeitungssystems liefern.

BASF statt Kanaltunnel

Weil es mit der Tunnelverbindung zwischen England und dem Kontinent immer noch nicht klappt, baute der britische Kanal-Fährdienst Sealink sein Reservierungssystem aus. Bei der BASF orderte die British Rail eine Reihe von Band- und Plattenspeichern. Das im Oktober 1979 installierte Reservierungssystem verfügt nach Angaben des Chemiekonzerns über 140 Terminals auf dem Kontinent und in Großbritannien.

Zum Ausbau der argentinischen Datenübertragungs-Kapazität erhielt die General Telephone and Electronic Corp. (GTE) zwei Aufträge im Gesamtwert von 18,7 Millionen Dollar.

Norwegen elektronisiert

Die norwegische Post und Fernmeldebehörde erteilte der Norsk Philips, Tochter des niederländischen Philips Konzerns, einen Auftrag im Wert von 25 bis 30 Millionen Dollar. Geliefert werden sollen bis 1984 Computer und Daten-Terminals für sämtliche großen Postämter des Landes.