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24.06.1983 - 

Begleitstudie soll Akzeptanz und Nutzen prüfen:

Lufthansa erster Ethernet-Pilotanwender

KÖLN (cmd) - Positive, teilweise sogar sehr positive Erfahrungen hat die Deutsche Lufthansa AG, Köln, nach eigenen Aussagen bisher mit ihrer "Ethernet"-Pilotinstallation gemacht. Die Airline ist der erste von vier bundesdeutschen Erstanwendern des Netzwerksystems 8000 der Rank Xerox.

Bei der Präsentation des Projekts berichtete Klaus Kinder, Leiter des Referats Allgemeine Organisation bei den Kölnern, über die Gründe für die Zusammenarbeit mit Xerox. Zum einen seien die Textsysteme 860 IVS, die man für das Netzwerk lediglich mit einem kleinen Zusatz kommunikationsfähig gemacht habe, bereits vorhanden gewesen. Zweitens sei die multifunktionale Arbeitsplatzstation X 8012 in einem Auswahltest durch ihre hohe Bedienerfreundlichkeit aufgefallen.

Im Rahmen des Pilotprojekts sind insgesamt elf Textsysteme, vier Workstations sowie zwei Datei- und zwei Druck-Server über ein 900 Meter langes Kabel miteinander verbunden. Die Geräte befinden sind in den beiden nebeneinanderliegenden Verwaltungsgebäuden der Lufthansa und sind in den Abteilungen Flugplanung, Budgetplanung und Langfristplanung installiert.

Für ein Pilotprojekt habe man sich laut Kinder entschlossen, um Erfahrungen zu sammeln, die Akzeptanz zu erproben und der Frage nach dem Kosten-/Nutzenverhältnis solcher lokaler Netzwerke nachzugehen. Mittlerweile habe sich herausgestellt, daß die Geräte erst bei einem flächendeckenden Einsatz optimal genutzt würden. Die Einsatzdichte sei aber auf der anderen Seite wesentlich von der Preisgestaltung der Hersteller abhgängig.

Das Betriebswirtschaftliche Institut für Organisation und Automation an der Universität zu Köln (Bifoa) wurde von Rank Xerox beauftragt, eine wissenschaftliche Begleituntersuchung durchzuführen. Die abschließenden Ergebnisse werden bis Ende Juli zu einem Bericht aufbereitet. Im Herbst muß dann der Lufthansa-Vorstand entscheiden, ob das Projekt weiterläuft, ausgebaut oder eingestellt wird.